Außergewöhnliche Entdeckung
Nach zwei Todesfällen in Ägypten: Großer Hai in weiterem Urlaubsland gesichtet
14.07.2022, 18:10 Uhr
Erst wurde eine Österreicherin angegriffen, die auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb. Wenig später wurde bekannt, dass eine weitere Frau - offenbar durch dasselbe Tier - nach einem Hai-Angriff gestorben ist. Der Strand der Region Hurghada musste tagelang gesperrt werden.
Nun haben Meeresbiologen einen weiteren Hai derselben Art im spanischen Mittelmeer gesichtet. Es handelt sich um den Makohai: Er kann bis zu 4,5 Meter lang und 500 Kilogramm schwer werden. Zudem kann er eine Geschwindigkeit von mehr als 70 km/h erreichen.
Auf Twitter teilten die Forscher mit: In zehn Jahren auf dem Meer seien sie bisher noch nie einem Makohai begegnet.
Una especie de tiburón de más de dos metros es grabada por primera vez en Barcelona https://t.co/Smdc5HJyLW vía @el_pais
— Dr. Claudio Barría (@ClaudioBarriaO) July 12, 2022
Der spanische Meeresbiologe Claudio Barria erklärte gegenüber der Zeitung El País: "Ich kenne kein Video von einem Makohai aus dem spanischen Mittelmeer."
"Das war beeindruckend"
"Wir sahen einen großen schwarzen Schatten, der sich bewegte", sagte der Unterwasserfotograf David Jara, der zusammen mit Carlos Molina die Bilder aufnahm. "Wir sahen etwas aus dem Wasser ragen. Zuerst dachten wir, es wäre ein Sonnenbarsch, aber dann entdeckten wir die Rückenflosse", beschreibt Jara die Begegnung weiter. Die Forscher hielten in sicherem Abstand an - dann näherte der Hai sich dem Boot. "Das war beeindruckend", gibt der Fotograf zu. Den Forschern gelangen schließlich Aufnahmen des Tiers mit einer Unterwasserkamera.
Die Tiere leben für gewöhnlich in Küstennähe, sodass Begegnungen mit Menschen möglich sind. Dass Makohaie Stränden so nah kommen - wie kürzlich in Ägypten - ist allerdings äußerst selten. Der Hai in Spanien wurde etwa zehn Kilometer entfernt vom Strand beobachtet.
Barría bezeichnete die Entdeckung als "gutes Zeichen" für das mediterrane Ökosystem. Makohaie gehören zur Gattung der Makrelenhaie und sind durch Überfischung stark gefährdet, heißt es auf der Webseite der Non-Profit Tier- und Naturschutzorganisation Pro Wildlife e.V..
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