Kennzeichnungspflicht

Neuer Produkthinweis: Tote Schildkröte warnt vor Einwegplastik

6.5.2021, 21:31 Uhr
Dieser Screenshot von der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zeigt die aktuelle Vorlage für die Warnhinweise: eine leblose Schildkröte neben Einwegprodukten aus Plastik. 

Dieser Screenshot von der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zeigt die aktuelle Vorlage für die Warnhinweise: eine leblose Schildkröte neben Einwegprodukten aus Plastik.  © Screenshot BMU, Bildnachweis Europäische Kommission

Plastikwüsten am Strand, tote Vögel mit buntem Müll im Bauch, verendete Meerestiere in Sixpack-Verpackungen: Verstörende Bilder, die keine Einzelfälle mehr sind - und die von der verheerenden Zerstörung zeugen, die der menschliche Plastikkonsum für unseren Planeten hat.

Weil die negativen Folgen für die Umwelt unumstritten sind, hat die EU beschlossen, Einwegprodukte aus Plastik ab Juli 2021 zu verbieten. So dürfen demnächst keine Gegenstände wie Plastikgeschirr, Trinkhalme oder Wattestäbchen mit Plastikstab verkauft werden. Einige andere Produkte werden jedoch nicht verboten, obwohl sie Plastik enthalten und zum einmaligen Gebrauch gedacht sind - "weil es für sie derzeit keine ökologisch sinnvolleren Alternativen gibt", heißt es dazu auf der Seite des Umweltministeriums.


Eine Welt voller Plastik: Wie wir unseren Planeten vermüllen


Dazu gehören zum Beispiel Tampons und Binden, Feuchttücher, aber auch Tabakprodukte und To-Go-Becher. Genau diese Produkte sollen in der EU nun mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden: "Produkt enthält Kunststoff". Auf einem aktuellen Beispiel der EU-Kommission ist darauf neben dem Plastikprodukt eine leblos treibende Schildkröte abgebildet.

Keine Plastikprodukte mehr ohne Kennzeichnung

Ab 3. Juli 2021 müssen diese Hinweise auf den Produkten auch in Deutschland zu sehen sein. In einer Übergangszeit bis 2022 dürfen Hersteller bereits produzierte Ware mit Aufklebern kennzeichnen - aber keine Plastikprodukte mehr ohne Kennzeichnung verkaufen.

"Viele Verbraucherinnen und Verbraucher wissen oft gar nicht, dass in manchen Produkten Plastik enthalten ist. Darüber klären wir mit den neuen Warnhinweisen auf und zeigen, welche Umweltschäden unsachgemäße Entsorgung anrichtet", sagt dazu Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

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