Kaltfront trifft Freistaat

"Sogar bis in die Täler": Erster Schnee in Bayern schon am Wochenende möglich

Eva Orttenburger
Eva Orttenburger

Online-Redaktion

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2.11.2022, 16:11 Uhr
Wann fällt der erste Schnee in Bayern? Prognosen geben Aufschluss.

© News5 Wann fällt der erste Schnee in Bayern? Prognosen geben Aufschluss.

Am vergangenen Wochenende herrschte in Franken noch T-Shirt-Wetter, doch das könnte sich bald ändern. Laut ersten Wetterprognosen fallen im Freistaat Bayern bereits am Ende der Woche die ersten Flocken, so der Deutsche Wetterdienst (DWD).

Auch in der Region soll es laut dem Fränkischen Wetterochs unbeständiger und kälter werden. Ein Tiefausläufer sorgt für Wolken und zeitweise Regen bei maximal 12 Grad. In den Nächten kann es zu leichtem Bodenfrost kommen. Außerdem ist Schluss mit den zweistelligen Gradzahlen: In den kommenden Tagen hält sich die Temperatur um die zehn Grad - Tendenz fallend.

Wann gibt es den ersten Schnee im Winter 2022?

Grund für den Wetterumschwung ist ein Tiefdruckgebiet, das durch den Jet nach Europa gelangt, erklärt der Metrologe Jan Schenk auf dem Kanal The Weather Channel Deutschland. Der Metrologe hält Schnee nicht nur in den Bergen für möglich und sagt voraus, dass am Freitag die Schneefallgrenze auf Tausend Meter fallen soll. "Am Samstagmorgen könnte es sogar bis in die Täler Schnee geben", so Schenk. Kommende Woche soll wärmere Luft jedoch bereits wieder nach Deutschland kommen. Die Temperaturen sollen dann nicht ganz so hoch ausfallen wie in der vergangenen Woche, jedoch erwartet uns damit im November noch eine Spätsommerphase, so der Metrologe.

Wetterprognose für November: Der Spätsommer kommt zurück

Erste Langzeit-Wettermodelle geben bereits Prognosen ab. Diese fallen jedoch unterschiedlich aus, da Langzeit-Modelle nur einen Blick auf die Durchschnittstemperaturen im Monat zulassen. Laut amerikanischem Wetterdienst NOAA soll das Wetter im November um ein bis drei Grad wärmer als üblich ausfallen. Das wäre rekordverdächtig warm. Andere Modelle gehen eher von niedrigeren Temperaturen aus, die für den November nicht unüblich seien, erklärt Meteorologe Björn Alexander: "Bereits in den ersten Novembertagen möchte das Gros der Wettercomputer einen Wetterumschwung haben. Demnach dürfte die extrem warme Luft, die uns jetzt aus dem Norden Afrikas erreicht, von westlichen bis nordwestlichen Winden abgelöst werden", erklärt der Experte dem Münchner Merkur.

Meteorologen können damit lediglich abschätzen, wie warm oder kühl ein Monat wird, stellt Wetter-Experte Dominik Jung von wetter.net klar. Ihm zufolge ist bis zur Monatsmitte nur wenig Regen beziehungsweise Niederschlag zu erwarten. Im Gegenteil: Laut dem Hauptlauf soll es zwischen dem 10. und 13. November nochmals warm werden bei 14 bis 16 Grad.