Einfache Hausmittel

Stechender Schmerz: Das hilft gegen Wespenstiche

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Oliver Haas

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17.8.2022, 18:21 Uhr
In diesem Jahr besonders aktiv - Wespen. Das hilft gegen Stiche.

© imago images In diesem Jahr besonders aktiv - Wespen. Das hilft gegen Stiche.

Der warme Sommer schafft optimale Bedingungen für die nervigen und dennoch nützlichen Plagegeister. Auch in den kommenden Jahren werden wir uns immer mehr mit den Sturzpiloten unter den Insekten zurecht finden müssen. Gelegentliche Stiche scheinen daher unvermeidlich.

Um einen Stich mit dem Insektengift zu verhindern, hilft meist nur Ruhe - so schwer es für manche auch klingen mag. Wespen reagieren auf hektische Bewegungen oder auch CO2-Winde, sollten Sie nach den Insekten pusten, meist aggressiv. Entspanntes Innehalten bis hin zur Schockstarre scheint daher die beste Option, um Wespenangriffen und somit auch Stiche zu vermeiden.

Die Stiche einer Wespe sind zwar schmerzhaft und aufgrund eines danach einsetzenden Juckreizes auch lästig. Sofern keine Allergie gegen das Wespengift vorliegt, sind die Stiche in der Regel aber auch nicht gefährlich. Sollte es dennoch zu einer Intoxikation mit dem Gift kommen, helfen daher meist schon einfache Haushaltsmittel, um den Schmerz zu lindern.

Das hilft gegen einen Wespenstich

- Kühlen, kühlen, kühlen. Für die Erstbehandlung hilft schon ein Kühlpad oder auch Eiswürfel. Der erste Schmerz und der einsetzende Juckreiz werden dadurch zunächst betäubt.

- Hausmittel, die jeder zu Hause hat: Legen Sie entweder eine halb aufgeschnittene Zwiebel auf die Einstichstelle oder wickeln Sie einen Umschlag mit kaltem Essig herum. Das wirkt neutralisierend für das Gift und außerdem entzündungshemmend.

- Auch bloßer Speichel oder dieser mit Zucker vermischt hilft gegen Schmerzen und die einsetzende Schwellung.

- In der Apotheke sind zudem diverse Gels gegen Insektenstiche erhältlich, die kühlend wirken sowie eine Schwellung verhindern können und sich gut in jeder Hausapotheke machen.

- Auch Saugstempel, die das Gift aus der Stichstelle zügig entfernen, helfen gegen eine schnell einsetzende Schwellung. Das Aussaugen (und Ausspucken) des Gifts sollte wenn möglich vermieden werden, da sich das Wespen-Gift auch auf diesem Weg schnell im Körper verteilen kann.

- Auch spezielle "Stifte" - sogenannte elektronische Stichheiler - können die Symptome lindern. Die batteriebetriebenen Stifte werden dabei auf die Einstichstelle gesetzt und erhitzen sich an den spezifischen Punkten auf 45 bis 50 Grad Celsius. Giftbestandteile werden durch die Erhitzung zerstört, wodurch Schmerz und Juckreiz nachlassen. Für Kinder sind diese Stifte jedoch weniger geeignet.

Allergische Reaktionen bei Wespenstichen

Sollte jedoch ein Allergie gegen Insektengifte vorliegen, ist absolute Vorsicht und Achtsamkeit im Fall der Fälle geboten. Symptome wie Atemnot, Schwindel, Erbrechen oder Ohnmacht deuten auf eine schwere allergische Reaktion hin, die unbehandelt tödlich enden kann. Sollte eine Allergie bekannt sein, ist daher ein Notfallset mitzuführen.

In solchen Fällen muss unverzüglich der Notarzt oder Rettungsdienst alarmiert werden. Auch wenn keine Allergie gegen Wespen-/Insektenstiche vorliegt, ist eine schnelle ärztliche Kontrolle von Stichen im Mund- und Rachenraum sinnvoll, da diese dazu führen können, dass die Atemwege zuschwellen.

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