Neue Plagiatsvorwürfe

Baerbock soll beim Parteikollegen Trittin abgeschrieben haben

2.7.2021, 12:07 Uhr
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin Bündnis90/Die Grünen, war zu Gast bei

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin Bündnis90/Die Grünen, war zu Gast bei "Brigitte Live". © Fabian Sommer, dpa

In der Nacht zum Freitag erklärte der österreichische Plagiatsforscher Stefan Weber demnach, dass die Kanzlerkandidatin der Grünen gleich mehrere Passagen aus einem Gastbeitrag von Parteikollege Jürgen Trittin abgeschrieben habe. In dem Beitrag geht es um die Abhängigkeit Europas von China und den USA - und Baerbock soll sich - so der Vorwurf - gleich bei acht Passagen von Trittin bedient haben. Weber schreibt dazu bei Twitter: "So eine Dreistheit und Dummheit habe ich in 14 Jahren Tätigkeit noch nie gesehen!"

Trittin schrieb laut Focus online im April in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau:

„Das fängt damit an, dass deutsche Polizeien die Bilder ihrer Bodycams nicht mehr bei Amazon in der Cloud speichern und die Bundeswehr ihre Daten nicht bei Microsoft.“

Folgendes schreibt Baerbock in ihrem Buch:

„Das fängt mit ganz simplen Dingen an. Zum Beispiel, dass die deutsche Polizei die Bilder ihrer Bodycams nicht mehr bei Amazon in der Cloud speichert – und die Bundeswehr ihre Daten nicht bei Microsoft.“

Annalena Baerbock war am Donnerstag zu Gast bei der Gesprächsreihe "Brigitte Live".

Auf die angeblichen Plagiatsvorwürfe um ihr Buch angesprochen, sagte die Grünen-Chefin: „Ich habe ein Buch geschrieben, in dem ich deutlich machen wollte, wer ich bin, was mich antreibt und was ich verändern möchte. Ich habe viele Gespräche geführt und auch Ideen von anderen sind mit eingeflossen. Es ist kein Sachbuch, keine wissenschaftliche Arbeit, sondern ein persönliches Buch und eine Zusammenstellung meiner bisherigen Jahre als Politikerin.“ Zu den neuen Vorwürfen äußerte sie sich bislang nicht.

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