FFP2-Maskenpflicht: Warum Söders Frau kein Geschäft mit Masken macht

27.1.2021, 09:45 Uhr

Hintergrund war eine Pressemitteilung der Baumüller-Gruppe im ersten Lockdown, nach der die Tochter Baumüller Services so genannte Face Shields produziere. Baumüller Services ist eigentlich ein Dienstleister im Bereich Maschinen und Anlagen.

Manche User machte dabei der Name hellhörig: Baumüller ist der Mädchenname von Karin Baumüller-Söder, die die Tochter des Nürnberger Bauunternehmers ist. Baumüller-Söder ist Miteigentümerin der Baumüller-Gruppe und arbeitet in Teilzeit im Unternehmen mit.

Und da ihr Mann schon im Frühsommer erklärt hatte, an der Maskenpflicht festhalten zu wollen, so lange es den Coronavirus gäbe und in Bayern darüber hinaus in einigen Lebensbereichen nun auch eine FFP-Maskenpflicht gilt, witterten manche Vetternwirtschaft. "Unser Geschäftsbereich ist natürlich ein anderer", erklärte Leonhard Kemnitzer, Baumüller-Marketingleiter, auf Anfrage. Allerdings habe man nun die Idee gehabt, solche Schilder auf firmeneigenen 3D-Druckern zu drucken, so Kemnitzer weiter.

Von einer Produktion in Serie war damals keine Rede. "Dafür hätten wir gar nicht die Kapazitäten", betont der Sprecher. Die Masken seien lediglich in sehr geringer Anzahl gefertigt worden: für den Eigenbedarf von Baumüller - und um sie zu spenden. So erhielt das Nürnberger Martha-Maria Krankenhaus unlängst 150 Masken.

Söder wehrt sich gegen Masken-Gerüchte

Bereits im vergangenen Mai, als es zum ersten Mal zu einer Welle von Kommentaren kam, hatte Markus Söder seinen Medien-Anwalt beauftragt. Er sollte gegen die von Seiten der AfD und anderen rechten Accounts verbreiteten Fake News, dass die Firma seiner Ehefrau Face Shields kommerziell verkaufe und nur deswegen in Bayern Maskenpflicht bestehe, rechtliche Schritte prüfen und einleiten, wie Sprecherin Tanja Sterian damals auf Anfrage erklärte.

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