Hilfe dringend nötig: Brauereien sind ein erhaltenswertes Kulturgut
25.02.2021, 18:00 Uhr"Stirbt das letzte Gasthaus, dann stirbt das Dorf." So lautete vor Jahren der Vortrag eines Kulturgeographen im Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld. Und um nichts weniger geht es, wenn die Brauer in diesen Tagen Existenzangst haben.
Bierausschank ab Ostern? Hoffnung nach Aiwanger-Gespräch
Es geht um mehr als die Not eines Betriebes und der davon abhängigen Familien. Es geht um ein Kulturgut. Besonders in Mittel- und Oberfranken kommen in den Schankstuben der Brauereien Generationen zusammen, Stadt und Land treffen sich, Einheimische und Touristen. Hier schenkt der Chef noch aus, was er erzeugt hat, das Fass für die Feier darf man selbst im Kühlhaus holen, gezahlt wird später in der Wirtsstube. Diese Strukturen sind nur vergleichbar mit der Bedeutung von Winzern in Weingegenden.
Gipfel mit Aiwanger: Brauer drängen auf Hilfe - und werden vertröstet
Diesen Rang der Brauereikultur in Franken haben weder Berlin noch München verstanden, auch wenn Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger jetzt mit dem Finger auf den Bund zeigt. Die kleinen Brauer fallen durchs Raster der Förderung. Mit dem Brauereigipfel ist ihnen nicht geholfen. Sie brauchen sofort Geld. Es wäre gut angelegt, zur Rettung eines Stückes Heimat.
Franken ist die Heimat des Bieres. Kein Wunder, denn die Region wartet mit der höchsten Brauereidichte Europas auf. Rund 300 Brauereien in Mittel-, Ober- und Unterfranken schaffen eine einzigartige Biervielfalt.
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