-3°

Samstag, 06.03.2021

|

zum Thema

Impfreihenfolge in Bayern: Das sind die Gruppen mit Vorrang

Änderungen für Lehrer und Kita-Personal - 05.03.2021 09:58 Uhr

Zur Gruppe 1 (Höchste Priorität), die bei der Corona-Impfung Vorrang bekommt, gehört unter anderem Personal in medizinischen Einrichtungen mit einem sehr hohem Infektionsrisiko - beispielsweise Intensivstationen.

14.12.2020 © Marijan Murat, dpa


Die Impfreihenfolge in Bayern basiert auf der Coronaimpfverordnung, die deutschlandweit gilt. Neu ist: Die Ständige Impfkommission will den Impfstoff Astrazeneca nun auch für Menschen über 65 Jahre empfehlen. Danach soll die Impfterminvergabe entsprechend zügig gepasst werden, so Gesundheitsminister Jens Spahn, damit der Impfstoff schnell und priorisierungsgerecht verimpft werden kann.

Am 22. Februar hatten sich Bund und Länder auf schnellere Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal geeinigt. Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen und Förderschule wurden von der Impfgruppe 3 in die Gruppe 2 verschoben.

Innerhalb der drei Impfgruppen kann es zu einer zusätzlichen Priorisierung kommen, beispielsweise nach Geburtenjahrgang oder Gefährdung der Impfwilligen. Außerdem betont das Gesundheitsministerium, dass von der Reihenfolge in Einzelfällen abgewichen werden kann - wenn dadurch eine bessere Organisation der Impfungen möglich wird oder sonst Impfstoff entsorgt werden müsste.

Diese Personen gehören zur ersten Impfgruppe

- Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen

- Personen im Alter von 80 Jahren und älter

- Personal in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern

- Personal in medizinischen Einrichtungen mit einem sehr hohem Infektionsrisiko - besonders in Intensivstationen, Notaufnahmen und Rettungsdiensten, der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in Corona-Impfzentren

- Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Kontakt zu Personen mit sehr hohem Risiko für schwere Corona-Verläufe haben - besonders in der Krebsbehandlung oder Transplantationsmedizin.

Bilderstrecke zum Thema

Von Biontech bis Valneva: Die Corona-Impfstoffe im Überblick

Im Namen der 27 Staaten hat die EU-Kommission bisher Verträge mit mehreren Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3 Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert. Weitere sollen folgen. Ein Überblick.


Diese Gruppen werden als zweites gegen Corona geimpft

- Personen im Alter von 70 bis 79 Jahren

- Personen mit Down-Syndrom (Trisomie 21)

- Personen mit einem hohen Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe: u.a. mit Demenz, geistigen Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung, Personen mit einer Krebserkrankung, die seit weniger als fünf Jahren in Remission sind, Personen mit einer Organtransplantation, mit einer schweren chronischen Lungenerkrankung, Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%), Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung, mit einer chronischer Nierenerkrankung oder Adipositas (mit BMI über 40)

- bis zu zwei Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen der ersten und zweiten Impfstufe sowie von Schwangeren

- Personal in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz, geistigen Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung

- Personal mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (z.B. Infektionsstationen, Haus- und Zahnarztpraxen)

- Polizisten, Soldaten und Ordnungskräfte, insofern sie durch ihre Arbeit einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind

- Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienst

- Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind

Coronavirus: Wer wird in der dritten Gruppe geimpft?

- Personen im Alter zwischen 60 und 69 Jahren

- Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko (z.B. chronische Nierenerkrankungen, Adipositas, Herzinsuffizienz, Krebs nach mindestens fünf Jahren in Remission, Asthma bronchiale, chronisch entzündlicher Darmerkrankung)

- bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Menschen, auf die einer der zwei vorigen Punkte zutrifft

- Personen mit wichtigen Positionen in der Regierung, Verwaltung, bei der Bundeswehr, der Polizei, der Feuerwehr, dem Katastrophenschutz, dem Technischen Hilfswerk, der Justiz oder beim Zoll arbeiten

- Personen in medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Infektionsrisiko (beispielsweise Labore)

- Personen aus der Kritischen Infrastruktur (beispielsweise Apotheker, Bestatter, Wasser- und Energieversorgung)

- Personen, die in Supermärkten arbeiten

- Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind und nicht in Gruppe 2 bereits erfasst worden sind

- Personen mit prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen

dpa, sima

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik