Kommt der Corona-Bewegungsradius? Diese Orte in Franken könnten betroffen sein

Tobi Lang
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Online-Redakteur

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5.1.2021, 18:21 Uhr
Muss die Polizei bald auch eine Einhaltung eines Bewegungsradius' aller Bürger aus Hotspots kontrollieren?

Muss die Polizei bald auch eine Einhaltung eines Bewegungsradius' aller Bürger aus Hotspots kontrollieren? © imago images/Patrick Scheiber

Deutschland ist noch immer zu mobil, sagen einige Experten. Zuletzt sorgten Bilder aus dem Thüringer Wald und den Bergen in Bayern für bundesweite Debatten. Hunderte Ausflügler fuhren in die verschneiten Naherholungsgebiete, es gab Staus, Mindestabstände konnten teils nicht eingehalten werden. Thüringen will auch deshalb reagieren. Bodo Ramelow sprach sich bereits am Wochenende dafür aus, die Bewegung der Bürger in seinem Bundesland auf 15 Kilometer einzugrenzen. Am Dienstag diskutieren die Ministerpräsidenten mit dem Bund über eine verbindliche bundesweite Regel.

Nun haben sich Bund und Länder auch offiziellauf eine Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer in Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen verständigt. Gelten soll dies für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern - sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge sollen demnach keinen triftigen Grund darstellen, wie es in den Teilnehmerkreisen hieß.

So müssen betroffene Kreise und Bundesländer die Maßnahme aber nicht beschließen - sie können es aber. Ein Quasi-Reiseverbot gilt bereits in Sachsen. Die Beratungen zwischen Länderchefs und der Bundeskanzlerin Angela Merkel laufen noch.


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Im Franken wären gleich mehrere Orte von einer solchen Einschränkung des Bewegungsradius' betroffen. Derzeit liegen die Städte Nürnberg (285), Fürth (213) und Bayreuth (289) sowie die Landkreise Roth (244) und Bayreuth (220) über der Inzidenzgrenze von 200. Die Landkreise Fürth (193), Neumarkt (182), Erlangen-Höchstadt (175), Forchheim (161) und Bamberg (150) sowie die Stadt Schwabach (190) liegen nur knapp darunter.