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Milliarden für die Forschung: Auch Nürnberg profitiert

Bayern investiert mehr Geld in die Hightech-Agenda - 14.09.2020 18:47 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem "echten Turbo" für die Wissenschaft in Bayern. 

14.09.2020 © Peter Kneffel, dpa


Das Programm zerfällt in mehrere Teile. Ohnehin geplante Investitionen wie etwa der Neubau der Technischen Chemie an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen werden vorgezogen. Deutlich schneller als geplant will das Land nun auch die Lehrstühle ausbauen und aufstocken. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte, das Land müsse jetzt in die Arbeitsplätze von morgen investieren. Das Konzept mit einer ganzen Reihe von Einzelmaßnahmen sei "ein Wissenschaftsturbo" für Bayern, der die Spitzenuniversitäten auf eine Ebene etwa mit Harvard oder Yale bringen werde.


900 Millionen Euro und 1800 Stellen: Bayern investiert in Hightech-Agenda


Ursprünglich sollten bis 2023 bayernweit 730 Professuren neu entstehen. Ihnen zur Seite sollen 1070 Mitarbeiter stehen, die dann bis zu 13.000 neue Studierende betreuen. Jetzt wird das Land alle Stellen zum 1. April kommenden Jahres ausschreiben. 1200 Stellen, die das Land nur vorübergehend geschaffen hat an den Hochschulen, werden nun fester Bestandteil des Betriebs. Mit ihnen sollten unter anderem die doppelten Abiturjahrgänge und der Andrang durch den Wegfall der Wehrpflicht abgefedert werden.

Es ist eine breite Palette von Initiativen, die das Land teils schon angestoßen hat, teils jetzt schneller in Angriff nimmt. Sie reicht von der Produktion bayerischer Klein-Satelliten über neue Forschungszentren zum Infektionsschutz bis zum Wasserstoff-Cluster in der Metropolregion Nürnberg, von der Künstlichen Intelligenz über die Forschung am nächsten Mobilfunkstandard 6G bis zur Robotik. Zu den Profiteuren zählen auch das Klinikum Nürnberg, das ab 2024 den zweiten Bauabschnitt seines Zentrums für Seelische Gesundheit in Angriff nehmen kann. In Treuchtlingen kann 2022 der Neubau der Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie starten.

Maßnahmen gegen Stellenabbau

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie treffen den Freistaat hart. Firmen wie Siemens, Audi, MAN oder Schaeffler kündigen den Abbau Tausender Stellen an. Weitere Unternehmen werden folgen. Söder warnt, ohne Gegenmaßnahmen könnten ganze Landstriche deindustrialisiert werden, etwa in Oberfranken oder Niederbayern.


Stellenabbau bei Schaeffler: Söder fördert Kaufprämie


Söder deutete nach der Kabinettssitzung außerdem an, dass möglicherweise schon ab dem Wochenende wieder Publikum bei Bundesligaspielen möglich sein könnten: Voraussetzung sei, dass sich die Staatskanzleichefs bei ihrem Gespräch diese Woche auf eine gemeinsame Regel einigen. Söder sagte, dass weiter deutlich mehr als die Hälfte aller Plätze frei bleiben werde.


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