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Umfrage: Die Deutschen würden Söder als Kanzler wählen

Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv - 07.04.2021 10:45 Uhr

Markus Söder als Top-Kanzlerkandidat? Laut einer Umfrage im Auftrag von RTL und ntv liegt der CSU-Chef bei den Wählerinnen und Wählern derzeit ganz weit vorne.

06.04.2021 © Peter Kneffel, dpa


In Deutschland können die Wählerinnen und Wähler ihren Kanzler nicht direkt selbst wählen. Trotzdem scheint die K-Frage die Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger stark zu beeinflussen, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der RTL-Mediengruppe hervorgeht. Im Zeitraum vom 30. März bis 1. April 2021 wurden dafür 1.501 Menschen befragt. Demnach will die Hälfte der Unions-Wähler von 2017 ihre Wahlentscheidung davon abhängig machen, wer Kanzlerkandidat wird.

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Ganz klar ist: Den Umfragewerten zufolge steht Söder in der Gunst der Wähler. Gegen Robert Habeck (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) bekäme er 38 Prozent der Stimmen. Habeck käme in diesem Fall auf 19 Prozent, Scholz auf 13 Prozent. Wenn statt Robert Habeck Parteichefin Annalena Baerbock für die Grünen antreten würde (20 Prozent), läge Söders Stimmanteil derzeit sogar bei 39 Prozent, der von Scholz bei 14 Prozent.

Deutlich schlechter sähe es den Umfragewerten zufolge für die Union aus, wenn CDU-Chef Armin Laschet der Kanzlerkandidat wäre. Er würde mit Scholz (jeweils 17 Prozent) gegen Habeck (22 Prozent) verlieren. Auch im Szenario mit Annalena Baerbock (23 Prozent) käme er auf nur 16 Prozent, der Stimmanteil für Scholz bliebe gleich - Die Grünen könnten in diesem Szenario nicht nur mitregieren, sondern sogar die Bundeskanzlerin oder den Kanzler stellen. Die Chancen hängen aber stark von dem Kanzlerkandidaten der Union ab, der am 11. April benannt werden könnte.


Laschet und Söder vor der K-Frage: Schicksalstag am 11. April?


Die Grünen-Politikerin Baerbock liegt in allen Szenarien knapp vor ihrem männlichen Parteikollegen Habeck. Im linken Wähler-Spektrum schneidet sie sogar besser ab als Söder, der allerdings sonst in allen Wahlgebieten, bei Männern und Frauen sowie in allen Bildungsgruppen die Nase vorn hat. Im Szenario mit Laschet könnte Baerbock noch mehr Stimmen für sich gewinnen: Laschet liegt bei der Umfrage zwar in den neuen Bundesländern, bei Befragten mit Haupt- oder Realschulabschluss sowie in der politischen Mitte und bei den Rechten knapp vorn. Die Grünen-Chefin ist allerdings in allen anderen Bereichen stärker.

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Der Umfrage zufolge ist die Union weiterhin die stärkste Kraft, bleibt aber im Umfragetief von 27 Prozent. Darauf folgen die Grünen (23 Prozent) und die SPD (15 Prozent). FDP und AfD liegen mit 10 Prozent gleichauf. Die Linke kommt in der Umfrage auf 7 Prozent.

amh

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