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Wie weit wird Markus Söder die Sache treiben?

Der CSU-Chef lässt den Kampf um die Kanzlerkandidatur gegen Armin Laschet eskalieren - 16.04.2021 17:23 Uhr

Der CSU-Chef lässt den Kampf um die Kanzlerkandidatur gegen Armin Laschet eskalieren - aber wie weit geht CSU-Chef Markus Söder?

16.04.2021 © Michael Kappeler, dpa


Mit jeder neuen Umfrage, in der Bürgerinnen und Bürger mit großem Abstand CSU-Chef Markus Söder und eben nicht Armin Laschet als den geeigneten Kanzlerkandidaten der Union ansehen, wird es für die CDU schwieriger, ihren Parteichef durchzusetzen. Nun haben die Meinungsforscher von infratest dimap ermittelt, dass 44 Prozent der Bundesbürger und 72 Prozent der Unions-Anhänger Söder für den besseren Kanzlerkandidaten halten; ähnlich deutlich fallen die Ergebnisse des ZDF-Politbarometers aus.


Kommentar der NN: Markus Söder betreibt ein gefährliches Spiel


Ginge es nach diesen Zahlen ist die Sache eigentlich klar: Laschet müsste Söder den Vorzug geben - und zwar freiwillig. Das will er aber offenbar nicht. Ist es falsch verstandener Stolz oder das gefühlte Selbstverständnis als neuer CDU-Chef? Oder mangelnde Einsicht?

Antworten auf diese Fragen fallen schwer, und es kommt noch eine weitere - wohl die wichtigste - hinzu? Wie weit geht Söder selbst im Konkurrenzkampf mit Laschet? Treibt der Franke, der die Jagd unter politischen Bedingungen durchaus liebt und beherrscht, den kooperativer wirkenden Rheinländer mit Verweis auf die Umfragen weiter solange vor sich her, bis er die Waffen von selbst streckt?

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Markus Söder, gebürtiger Nürnberger, ist Ministerpräsident von Bayern. Er inszeniert sich auch mal gerne selbst, so mancher sieht ihn schon als künftigen Kanzler. Die politische Bühne betritt er schon früh, seit 1983 ist er CSU-Mitglied. Seitdem hat die Welt viele unterschiedliche Gesichter von ihm zu sehen bekommen - und jede Menge schillernde Auftritte.



K-Frage: Söder hat seine Fallen für Laschet früh aufgestellt


Jedes Amt als Sprungbrett

Söder hat Zeit seines politischen Lebens mit harten Bandagen um den politischen Aufstieg gekämpft - als Chef der Jungen Union in Bayern, Landtagsabgeordneter, Landesminister, CSU-Generalsekretär. Jedes Amt diente als Sprungbrett zum nächsthöheren, und auch wenn Söder immer wieder mantrahaft beteuerte, sein Platz sei in Bayern, so wäre er nicht der, der ist, wenn ihn die Aussicht, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden, nicht locken würde. Müsste man, um im Bilde zu bleiben, zum Jagen tragen, wäre er der falsche dafür.

Dass Söder in den Umfragen so viel besser als Laschet abschneidet, lässt die Erkenntnis zu, dass sein Corona-Kurs der "Vorsicht und Umsicht" – Kritiker nennen es Angstmacherei – bei mehr Menschen im Lande besser ankommt als Laschets Hoffnungsperspektive, es werde schon bald besser werden. Nachhaltig besser wird die Situation erst, wenn so viele Menschen im Lande geimpft sind, dass es einer Art Herdenimmunität nachkommt.


Söder oder Laschet? Entscheidung der K-Frage rückt näher


Im Wahlkampf würde das Söder als auch Laschet helfen, wobei Söder sich ein Stück weit mehr überlegen müsste, mit welchem Thema er am besten reüssieren kann, wenn die Aura des konsequenten Pandemiebezwingers nicht mehr so trägt wie derzeit noch.

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