Aspartam und Co.

Gefahr durch Zuckerersatz! Bei diesen Getränken besteht erhöhtes Krebsrisiko

7.4.2022, 13:59 Uhr
Ein französisches Forscherteam hat einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen künstlichen Süßstoffen und Krebserkrankungen festgestellt.

© imago stock&people via www.imago-images.de Ein französisches Forscherteam hat einen beunruhigenden Zusammenhang zwischen künstlichen Süßstoffen und Krebserkrankungen festgestellt.

Ein Forscherteam der Sorbonne Universität Paris hat die Daten von 102.865 Frauen und Männern analysiert. Die Teilnehmer der "NutriNet-Santé-Studie“ hatten über einen durchschnittlichen Zeitraum von acht Jahren ihre tägliche Ernährung dokumentiert. Die Aufzeichnungen haben die Forscher dann mit den Krebsdiagnosen der Menschen verglichen.

Dabei fanden die Forscher heraus, dass Teilnehmer, die größere Mengen an künstlichen Süßstoffen zu sich nahmen, ein im Schnitt 13 Prozent höheres Risiko hatten, an Krebs zu erkranken – darunter an Brust, Darm- oder Prostatakrebs. Besonders deutlich war das beim Konsum von Aspartam und Acesulfam-K, den am häufigsten genutzten Süßstoffen in zuckerfreien Getränken. Studienleiterin Charlotte Drebas rät deshalb, auf künstliche Süßstoffe zu verzichten.


Andere Forscher kamen 2012 bereits zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie analysierten die Daten der Nurses Health Studie und der Health Professionals Follow-up Studie. An beiden Studien nahmen über 77.218 Frauen und 47.810 Männer teil – über einen Zeitraum von 22 Jahren. Schon eine Dose Diät-Limo von 355 ml am Tag führte – verglichen mit Kontrollpersonen, die keine derartigen Softdrinks tranken – zu einem erhöhten Krebsrisiko. Welcher Stoff in den Light-Getränken konkret das erhöhte Krebsrisiko zu verantworten hatte, war unklar. Allerdings sind Diät-Getränke die mit Abstand größte Quelle für Aspartam in der Ernährung.

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