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Corona-Mutationen in Bamberg: Britische Variante ist auf dem Vormarsch

57 Fälle durch verschiedene Virus-Varianten - 03.03.2021 11:16 Uhr

In der Region Bamberg könnte es bald mit dezentralen Impfungen losgehen.

20.01.2021 © Laci Perenyi / Imago images


Politische Entscheidungen in der Corona-Pandemie zu treffen, ist gerade in dieser Phase alles andere als leicht. Einerseits freuen sich die Menschen auf den Frühling und erwarten Lockerungen. Andererseits sehen einige Expertinnen und Experten bereits eine dritte Welle kommen. Der Grund: Die Virus-Mutationen erhöhen das Infektionsrisiko.


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Auch in der Region Bamberg sind Mutationen für immer mehr Infektionen verantwortlich - wenn auch mit einem vergleichsweise geringen Anteil. Auf Nachfrage von nordbayern.de erklärte das Landratsamt Bamberg, dass der Anteil der Mutationen an den Neuinfektionen bei aktuell zwölf Prozent liegt. Dabei handele es sich beim Großteil um die britische Variante. Gleichzeitig sei nur ein Teil der Mutationen eindeutig zuzuordnen. Das Gesundheitsamt stellte bisher insgesamt 57 Fälle mit Mutationen fest - sieben davon liegen mehr als zwei Wochen zurück und sind damit nicht mehr aktiv.

Baldige Impfung für Lehrerinnen und Erzieher?

Neben den Mutationen beschäftigen sich die Verantwortlichen mit dem Vorgehen in den nächsten Wochen. In der heutigen Sitzung der Corona-Koordinierungsgruppe von Stadt und Landkreis Bamberg ging es in erster Linie um den Infektionsverlauf und die Erweiterung der Impfkapazitäten.

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„Es ist ein großer Gewinn, dass Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer nun in der Prioritäts-Gruppe 2 geimpft werden können, denn der Impfstoff von AstraZeneca bietet einen nahezu hundertprozentigen Schutz gegen schwere und tödliche Verläufe einer Corona-Erkrankung", so Jonas Glüsenkamp (Grüne), Bambergs zweiter Bürgermeister.


Hier gilt in Bamberg eine Maskenpflicht auf der Straße


Aus seiner Sicht ist es auch positiv, dass mit dem ersten dezentralen Impftermin in einer Landkreisgemeinde bereits in der nächsten Woche zu rechnen ist. Dr. Tobias Pfaffendorf von der Sozialstiftung Bamberg zufolge laufen die Planungen für das dezentrale Impfen in sechs Bereichen im Landkreis Bamberg auf Hochtouren. Das Ziel besteht darin, den Impfstoff möglichst direkt zu den Menschen zu bringen.

Rückläufige Zahlen in den Heimen

Pfaffendorf erwartet, dass die Liefermengen steigen werden, so dass sich auch die täglichen Impfzahlen mit dem zusätzlichen dezentralen Konzept weiter erhöhen. Ende März sollen auch Menschen, die den Tag überwiegend im Bett verbringen, zuhause eine Impfung erhalten.

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Ebenso Hoffnung macht den Verantwortlichen der Infektionsverlauf. Die gemeldeten Neuinfektionen sind gegenüber dem Vormonat rückläufig - auch wenn der Februar weniger Tage als der Januar umfasst. Nach den Angaben des Landratsamtes entspannt sich das Infektionsgeschehen in den Heimen und Gemeinschaftsunterkünften: Die 138 neuen Infektionsfälle der vergangenen Woche würden zu 60 Prozent auf Einzelpersonen sowie zu 26 Prozent auf Haushalte zurückgehen.

Weiterhin Geldstrafen bei Verstößen

Dr. Susanne Paulmann, Leiterin des Gesundheitsamts, warnt jedoch vor Leichtsinnigkeit: „Das sonnige milde Frühlingswetter darf uns nicht davon abhalten, weiterhin verantwortungsvoll miteinander umzugehen: Abstand halten, Lüften, Maske tragen und Menschenansammlungen meiden."

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Ferner weist die Polizei darauf hin, dass sie weiterhin gegen Verstöße gegen die Maskenpflicht und das Alkoholkonsumverbot in den ausgewiesenen Bereichen der Bamberger Innenstadt vorgeht. Geldbußen von 250 bis 500 Euro stehen dabei im Raum.

Felix Schwarz

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