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Bayerische Studenten sammeln mit Nacktkalender Spenden für Australien

Wie Münchner Studierende mit einem Aktkalender der Tierwelt in Australien helfen wollen - 14.01.2020 20:58 Uhr

Auf der Seite für Februar sind zwei Studentinnen beim Kaffeekränzchen mit einer Katze zu sehen. © LMU Veti Shop


Vor der Kamera sind sie alle nackt. Egal ob Pelz, Schuppen, Federn oder menschliche Haut. Die angehenden Tiermediziner posieren zusammen mit süßen Kätzchen, spukenden Alpakas, exotischen Schlangen und stolzen Pferden für "ihren" Kalender. Trotz Prüfungsstress haben sich insgesamt 37 Studierende dazu bereit erklärt, alle Hüllen fallen zu lassen. Nach sechs Wochen Arbeit und anstrengenden Fotoshootings mit Tieren ist das Werk fertig. Den "Veti-Kalender" gibt es in zwei Varianten - einen mit Frauen und einen mit männlichen Darstellern.

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Tiermedizin Student Max Wieth (27) gilt zusammen mit seinen Kommilitonen Vera Sommerer, Jule Ruß und Georg Düringer als Initiator des Fotokalenders. Als Teil des Organisationsteams für den Abschlussball sind sie auch für die Finanzierung verantwortlich. Mithilfe des Kalenders sollte eigentlich lediglich der Abschlussball des Jahrgangs finanziert werden. Die Entscheidung, einen Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke zu nutzen, kam jedoch vom ganzen Semester. Angesichts der Buschbrände in Australien entschied sich der Jahrgang kurzerhand, eine zusätzliche Spendenaktion zu starten und einen Teil des Erlöses an australische Tierschutzorganisationen zu spenden.

Die Idee mit vollem Körpereinsatz zur Rettung der australischen Flora und Fauna beizutragen, hatten jedoch nicht nur die angehenden Veterinärmediziner. Als eine der ersten machte das amerikanische Model Kaylen Ward auf sich aufmerksam. Auf Twitter verkündete die 20-Jährige bereits Anfang November, dass sie jedem ein Nacktfoto von ihr zukommen lässt, der mindestens zehn Dollar an eine Organisation zur Bekämpfung der Waldbrände gespendet hat. Nach eigenen Angaben bekam sie daraufhin alleine in den ersten 24 Stunden an die 20.000 Nachrichten.

Ganz nach dem Motto "Sex Sells" wurde auch ein australischer Sexspielzeug-Hersteller aktiv und nahm bisher 15.000 australische Dollar ein. Die Betreiber haben einen speziellen Dildo entwickelt, auf dem ein Koala abgebildet ist und bei dem der Ansatz den Umriss von Australien darstellt.

Die Buschbrände in Australien wüten bereits seit Monaten. Bislang kamen bei den Feuern 28 Menschen ums Leben. Die Zahl der Tiere, die den Bränden bisher zum Opfer gefallen sind, ist derzeit nicht zu beziffern. Nach Schätzungen belaufen sie sich jedoch auf mehrere Millionen.

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oha

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