Beleidigungen gegen koreanische Band "BTS": Matuschik entschuldigt sich

26.2.2021, 16:38 Uhr
In der Radiosendung 

In der Radiosendung "Matuschke – der etwas andere Abend" verglich der Moderator die südkoreanische Boyband "BTS" mit dem SARS-Virus. © -, NNZ

"BTS ist so wie SARS", steigt der Radiomoderator Matthias Matuschik in seine Schimpftirade über die südkoreanische Boyband "BTS" ein und vergleicht die Gruppe mit einem Virus, "wogegen es hoffentlich bald ebenfalls eine Impfung gibt". Grund für seinen Unmut war, dass die Band den Song "Fix you" von Coldplay im Rahmen von "MTV unplugged" gecovert hatte.


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Bei der Anmoderation des Original-Liedes verfällt Matuschik in Beleidigungen und nennt die Mitglieder der Boygroup unter anderem "kleine Pisser" und schlägt vor, dass "sie die nächsten 20 Jahre Urlaub in Nordkorea" machen sollten. Von Rassismus-Vorwürfen versucht er sich im gleichen Atemzug frei zu machen und sagt: "Nichts gegen Südkorea, man kann mir jetzt nicht Fremdenfeindlichkeit unterstellen, nur weil diese Boy-Band aus Südkorea ist." Er erklärt außerdem: "Ich habe ein Auto aus Südkorea. Ich habe die geilste Karre überhaupt."

Viele Fans der K-Pop-Gruppe beschwerten sich daraufhin unter anderem bei dem Sender - und der Hashtag #Bayern3Racist erreichte mit über 1,2 Millionen Tweets die Spitze der weltweiten Trends.


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Freitag veröffentlichte dann auch Bayern 3 eine Stellungnahme, in der man sich für die "derbe Ausdrucksweise" von Matthias Matuschik entschuldigt, gleichzeitig aber jegliche Rassismus-Vorwürfe zurückweist: "Es handelt sich hier um seine persönliche, geschmackliche Meinung, völlig ungeachtet der Herkunft und des kulturellen Backgrounds der Band." Auch der Radio-DJ äußerte sich zu der Sendung: "Ich bin sehr bestürzt über die Reaktionen, die meine Äußerungen in meiner Liveshow hervorgerufen haben – und vorneweg: Es tut mir sehr leid und ich möchte mich aufrichtig entschuldigen." Er habe versucht eine "witzige Äußerung" zu machen, die aber leider andere Menschen verletzte.

Ob es Folgen für den Moderator geben wird, ist unklar. Jedoch, so in der Stellungnahme, "werden (wir) das Thema mit Matthias und dem Team in den nächsten Tagen nochmal ausführlich aufarbeiten."

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