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Das sind die größten Baustellen der StUB

Die Planer müssen sich nicht nur um umstrittene Bauwerke kümmern - 01.02.2020 19:50 Uhr

Bis die Stadt-Umland-Bahn von Nürnberg-Wegfeld Richtung Erlangen und Herzogenaurach fahren wird, wird es noch etliche Jahre dauern. Der Baubeginn ist für Mitte der 2020er Jahre geplant.

01.02.2020 © Michael Matejka


Die Planung: Nachdem das Raumordnungsverfahren für die StUB mit einem positiven Bescheid aus Ansbach abgeschlossen wurde, beginnt jetzt die nächste Planungsphase, an deren Ende die Baugenehmigung für einen ersten Teilabschnitt der StUB steht. Als erstes muss aber der Boden entlang des geplanten Linienverlaufs untersucht werden. Zentral ist hierbei die Frage nach der Beschaffenheit des Untergrunds. Startschuss für diese Untersuchungen war am Langemarckplatz in Erlangen. Gebaut werden könnte an der StUB ab Mitte der 2020er Jahre. Die ersten Züge verkehren wohl ab Ende der 2020er Jahre.

Für den Streckenverlauf der Stadt-Umland-Bahn waren diverse Varianten im Gespräch. Inzwischen steht eine Vorzugstrasse fest, die die Regierung von Mittelfranken - mit einer kleinen Abweichung nahe Erlangen-Tennenlohe - für geeignet hält.

01.02.2020 © ZV StUB


Die Trasse: Die Vorzugsvariante des Streckenverlaufs ist zwar weitgehend "raumverträglich", wie es in der landesplanerischen Beurteilung der Regierung heißt. Die Trasse darf also wie vorgesehen gebaut werden, nämlich ab Nürnberg-Wegfeld über Erlangen-Süd und -Zentrum bis nach Herzogenaurach. Allerdings muss der Abschnitt Hutgraben nahe Erlangen-Tennenlohe umgeplant werden. Zu groß wäre andernfalls der Eingriff in den Bannwald, wie die Regierung kritisiert. Als neuralgischer Punkt in Herzogenaurach gilt beispielsweise die Kreuzung der StUB mit dem Hans-Ort-Ring an der Flughafenstraße. Der Knoten, fordert Ansbach, müsse für den Autoverkehr so leistungsfähig bleiben wie ohne die neue Straßenbahn.


Kommentar: Mehr Tempo bei der StUB, bitte!


Die Bauwerke: Das vor allem aus Umweltschutzgründen umstrittenste Bauwerk der StUB ist die geplante Regnitzquerung in Erlangen. Die vorgesehene Brücke (vermutlich an der Wöhrmühle) muss laut Regierung für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden. Außerdem sind mehrere Auflagen zu erfüllen. So ist dafür zu sorgen, dass die Brücke das Landschaftsbild möglichst wenig stört.

Quiz: Wie gut kennen Sie die Stadt-Umland-Bahn?

© Claus Felix/ZV StUB

Lange geplant: Die Stadt-Umland-Bahn soll ein zentrales Infrastrukturprojekt in unserer Region werden, das versprechen sich die Verantwortlichen. Doch welche Städte verbindet das Projekt überhaupt und wie hoch sind die Kosten? Testen Sie Ihr Wissen.

Frage 1/10:

Was ist die Stadt-Umland-Bahn?

Frage 2/10:

Wie wird die Stadt-Umland-Bahn abgekürzt?

Frage 3/10:

Wo soll die StUB verlaufen?

Frage 4/10:

Welche Gebietskörperschaften sind am StUB-Projekt beteiligt?

Frage 5/10:

Warum ist der Kreis Erlangen-Höchstadt aus dem StUB-Vorhaben ausgestiegen?

Frage 6/10:

Wie viele Fahrgäste würden die StUB täglich nutzen?

Frage 7/10:

Wie lange wird die StUB-Trasse insgesamt sein?

Frage 8/10:

Wie wird die StUB-Trasse am wahrscheinlichsten verlängert?

Frage 9/10:

Wann werden die ersten Züge der StUB fahren?

Frage 10/10:

Wie hoch werden die Baukosten (Stand 2020) der StUB geschätzt?

© Claus Felix/ZV StUB

Die Kosten: Die Stadt-Umland-Bahn wird deutlich teurer als im Jahr 2015 geschätzt. Statt der ursprünglich angesetzten 300 Millionen Euro für Investitionen und Planung soll das Infrastrukturprojekt nun mindestens 400 Millionen Euro kosten. Hauptgrund für die Verteuerung sind die stark gestiegenen Baukosten (plus 49 Millionen Euro). Hinzukommen aber auch zehn Millionen Euro an vom Bauherrn zu verantwortenden Mehrkosten. Eingerechnet sind inzwischen auch die Summen für Grunderwerb, ökologische Ausgleichsmaßnahmen und Schallschutz.

Die Finanzierung: Auf die drei beteiligten Städte, Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach, kommen große Summe für die Planung, den Bau und den Betrieb der StUB zu. Allerdings liegen inzwischen – auch dank einer Gesetzesänderung – hohe Förderzusagen von Bund und Land vor. Ohne diese Zuschüsse könnten sich die Kommunen die geplante Straßenbahn wohl nicht leisten. Kritiker geben aber zu bedenken, dass so oder so ein zentraler Teil der Kosten quasi vom Steuerzahler beglichen wird. Letztlich müssen die Städte – bei der ungünstigsten Förderquote durch Bund und Land – allein bei den Baukosten mit folgenden Eigenanteilen rechnen: Nürnberg mit 16 Millionen Euro, Erlangen mit 49 Millionen Euro und Herzogenaurach mit 13 Millionen Euro.

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