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Bei Steinbach Bräu gibt es jetzt Bergkirchweih-Bier im Kasten

Tag des Bieres: Ab Freitag verkauft die Erlanger Brauerei erstmals "Bergbier" in der Flasche - 23.04.2020 06:00 Uhr

Christoph Gewalt (r.) und Joachim R. Lehmann freuen sich über die 2500 Steinbach-Bierkästen, die es ab Freitag gefüllt mit Bergbier geben soll.

22.04.2020


Es kündigt sich offenbar eine kleine Invasion auf dem Brauereihof an der Vierzigmannstraße an. Etliche Menschen hätten sich bereits gemeldet, weil sie übernachten wollen im Biergarten, um die Ersten zu sein, wenn es das Steinbach-Bergbier am morgigen Freitag in Flaschen gibt, lacht Steinbach-Chef Christoph Gewalt.

Sogar eine Frau aus dem Schwarzwald habe angerufen, wollte sich eine der ersten Kisten reservieren, damit sie die 300 Kilometer nach Erlangen nicht umsonst anfährt. "Aber das können wir natürlich nicht machen".


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Dabei war es offenbar gar nicht so einfach, die Bierkästen zu bekommen. Doch der Geschäftsführer von Frör Kunststofftechnik an der Schallershofer Straße, Joachim R. Lehmann, hat es dann irgendwie geschafft, in seine ausgelastete Produktion die Herstellung von 2500 Steinbach-Kästen einzuschieben.

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"Erlanger Unternehmer helfen sich natürlich gegenseitig, wenn Hilfe nötig ist", sagt er. Immerhin seien die Familien schon lange befreundet. Steinbach-Mitarbeiter haben die Kästen dann mit Flaschen bestückt, und nun sind sie nach Hallerndorf gefahren worden, wo das Bergbier in die Flaschen gefüllt wird.



Wenn alles klappt, werden am morgigen Freitag rund 1200 Kisten auf dem Brauereihof stehen, und die eingefleischten Bierkenner werden sich darum reißen. Eine Kiste wird 24 Euro kosten, zehn Euro Pfand kommen noch oben drauf. Christoph Gewalt geht davon aus, dass diese erste Tranche schnell weg ist.

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Er befürchtet, dass er nicht allzu viel Leergut zurückbekommen wird. "Die werden sich die ersten Kästen bestimmt an die Wand nageln", lacht er. Da wird Joachim R. Lehmann dann wohl die Steinbach-Kasten-Produktion noch einmal anwerfen müssen.

Das Geschäft mit Storchenbier in Flaschen, das es bereits seit einigen Tagen gab, lief zwar so prächtig, dass es derzeit ausverkauft ist. Aber es wiege auf keinen Fall das Biergartengeschäft auf, sagt Christoph Gewalt. Er hofft darum darauf, dass Biergärten bald wieder öffnen dürfen. Wann das aber sein wird, kann er auch nicht sagen.

Bier aus Franken gesucht: Quizrunde Nr. 1

© Montage: Sabine Schmid

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© Achim Bergmann

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Frage 1/10:

Silberner Brauerstern auf Hellblau. Wer ist's?

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf, erstmals erwähnt 1797. Rund um Bamberg wird das Wagner sehr geschätzt, besonders das ungespundete Lager und das naturtrübe Kellerbier.

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Frage 2/10:

Diese Kirchtürme deckeln welches Bier?

Brauerei Trunk aus Vierzehnheiligen/Bad Staffelstein, der gute Stoff wird auch Nothelfer genannt. Nothelfer? Die Erklärung ist einleuchtend: Seit 1803 wird das Bier oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut. Und wenn die erschöpften Pilger seit jeher oberhalb des Gotteshauses aus dem nahen Wald kommen, stärken sich nicht wenige erst mal mit einem kühlen Bier, bevor sie dann die Kirche betreten.

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Frage 3/10:

Nicht verkehrt, mit Schild und Schwert.

Seit über 300 Jahren in Familienbesitz zählt Held aus Oberailsfeld schon zu den bekannteren Privatbrauereien in der Region. Besonders das Helle ist beliebt. Seit 1680 wird hier schon gebraut.

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Frage 4/10:

Hier springt der Hirsch - auf welche Brauerei?

1845 übernahm der Müllerssohn Johannes Kraus das damalige "Wirtschaftsguth" in Hirschaid - und seither ist die Brauereigaststätte ohne Unterbrechung im Besitz der Familie.

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Frage 5/10:

Ein grüner Baum, wo steht der?

"Zum Grünen Baum" heißt der Brauereigasthof der Familie Bayer aus Theinheim im Steigerwald. Gefeiert wird hier oft, unlängst erst ein runder Geburtstag: Seit 1718 wird hier schon gebraut.

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Frage 6/10:

Ein bunter Vogel - auf welchem Bier sitzt er?

"Zum Pfau!", heißt es öfter, wenn es nach Frauendorf geht. Seit 1867 ist die Familie Hetzel Herr über die dort ansässige Brauerei.

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Frage 7/10:

Der Zwerg vom Berg, wo braut er sein Bier?

Der markante Zwerg stammt von der Staffelberg-Bräu aus Loffeld. In der sechsten Generation, seit 1856, führt die Familie Geldner-Wehrfritz dort die Brauerei. Zehn Jahre später, 1866, ließ Jakob Geldner ein eigenes Brauhaus folgen, nochmals zehn Jahre später dann eine eigene Faßhalle.

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Frage 8/10:

Raubtier mit Schild und Krone. Wer ist's?

In Untersiemau/Birkach wird seit 1822 das "Eller" gebraut. Als beliebtestes gilt das Rotbier, Christian Eller braut aber auch ein süffiges Pils.

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Frage 9/10:

Schwarzer Adler, wer hat sich den gekrallt?

Adler-Bräu aus Stettfeld ist inmitten der unterfränkischen Haßberge daheim - und das schon seit 1730. Bräustübla, Biergarten, Sudhaus und sogar einen "Bärentrunk" gibt's hier.

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Frage 10/10:

Weißer Löwe - wo kommt der her?

Hier sind Wirths-Leute am Werk! Die nun schon 9. und 10. Generation der Familie Wirth führt das Löwenbräu. Natürlich nicht zu verwechseln mit dem Münchner! "Unser" Löwenbräu stammt aus Neuhaus im Aischgrund und das schon seit 1747. Im Sortiment gibt es hier mehrere Löwen und sogar eine "Karpfen Weisse".

© Montage: Sabine Schmid

Lust auf ein weiteres Bier-Quiz?

Dann hier entlang!

kds

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