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Erlangen: Wie geht es mit Intersport Eisert weiter?

Das Sporthaus könnte trotz Insolvenzantrag noch mit einem blauen Auge davonkommen - 04.06.2020 11:00 Uhr

Intersport Eisert © Günter Distler


Das Unternehmen, mit einer Verkaufsfläche von rund 2700 Quadratmetern und rund 80 Mitarbeitern eines der größten und bedeutendsten Sportgeschäfte in der Metropolregion, hatte Anfang Mai coronabedingt einen Insolvenzantrag gestellt.

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Mittlerweile, schreibt ein Sprecher des Insolvenzverwalters, hätten die Umsätze wieder "ein zufriedenstellendes Niveau erreicht". Auch der Umbau der Verkaufsräume komme gut voran. "Unsere Kunden halten uns nach wie vor die Treue", betont Geschäftsführer Christian Bier. "Geholfen hat uns sicherlich das anhaltend schöne Frühlingswetter. Besonders gefragt seien Artikel für Sportarten an der frischen Luft, die trotz Corona-Pandemie möglich sind, wie etwa Laufen oder Wandern.

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Der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun, hatte unmittelbar nach dem Insolvenzantrag Kontakt zu allen wichtigen Lieferanten aufgenommen. Der Verkaufsbetrieb von "Intersport Eisert" sowie des Online-Shops konnte dadurch fortgesetzt werden. Böhm prüft derzeit die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen. Ziel ist der Erhalt des Geschäftsbetriebs und möglichst vieler Arbeitsplätze.

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Schon vor der Corona-Krise befand sich der stationäre Sportartikel-Fachhandel in einem harten Preiskampf mit der Online-Konkurrenz. In der Folge mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Fachgeschäfte schließen.

Intersport Eisert versuchte zwar nach eigenem Bekunden, mit einem entsprechenden Online-Angebot und "individueller Kundenorientierung" diesem Trend zu widerstehen. Dennoch wurde auch für Intersport Eisert das Marktumfeld zunehmend schwierig.

Wie berichtet hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Mitarbeiter über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld zunächst für drei Monate gesichert.

Gegründet wurde die Firma Eisert 1919 durch die Kaufleute Ludwig und Margarete Eisert. 1949 eröffnete Eisert ein erstes Sport-Geschäft in der Hauptstraße (heute Tchibo). Seinen Sitz hat Intersport Eisert in der Sedanstraße seit 1997. Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 100-jähriges Bestehen und befindet sich seit seiner Gründung in Familienbesitz. Mittlerweile in der vierten Generation.

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