Großangelegte Studie

Erlanger Wissenschaftler untersuchen: Was braucht es für ein gutes Leben?

Isabella Fischer
Isabella Fischer

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17.8.2021, 06:00 Uhr
Was macht Menschen ab 75 Jahren in der Metropolregion Nürnberg glücklich? Eine Studie der FAU möchte das nun herausfinden und befragt in den kommenden Wochen rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger.

© e-arc-tmp_20181008-093634-004.jpg, NN Was macht Menschen ab 75 Jahren in der Metropolregion Nürnberg glücklich? Eine Studie der FAU möchte das nun herausfinden und befragt in den kommenden Wochen rund 10.000 Bürgerinnen und Bürger.

Um ein gutes Leben führen zu können, spielt die Gesundheit eine große Rolle. Der Kontakt zu Familie, Freunden und Bekannten ist für die meisten Menschen ebenfalls ein wichtiger Faktor, um glücklich zu sein. Bleibt das im Alter gleich?

Das Projekt „Gesundheit und soziale Teilhabe“ (GesTe) des Instituts für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beschäftigt sich mit genau diesem Thema und befragt in den kommenden Wochen rund 10.000 zufällig ausgewählte Menschen in der Metropolregion Nürnberg über 75 Jahren.

Frieder Lang leitet das Institut für Psychogerontologie, das zur Friedrich-Alexander-Universität gehört und im Nürnberger Norden sitzt.

Frieder Lang leitet das Institut für Psychogerontologie, das zur Friedrich-Alexander-Universität gehört und im Nürnberger Norden sitzt. © KAREN KOEHLER

In dem von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung geförderten Forschungsprojekt untersuchen die Forscherinnen und Forscher, wie wichtig soziale Teilhabe und Zufriedenheit im Alter für die Gesundheit ist und wie soziale Isolation und Ausgrenzung im Alter überwunden werden können.


Umfrage: Verändert Corona den Blick auf ältere Menschen?


In einer vorherigen Studie mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern über 90 Jahren fanden Prof. Frieder Lang und sein Team des Instituts für Psychogerontologie der FAU heraus, dass der gesellschaftliche und technische Wandel auch im Alter von großer Bedeutung ist.

Viele ältere Menschen fühlen sich abgehängt und können mit den Neuerungen nicht mehr mithalten. Ein Effekt, der sich in der Pandemie noch verstärkt hat. „Wir lernen eine ganze Menge über die Konsequenzen von Corona. Das Leben der Älteren scheint es aber weniger stark zu belasten als das der jungen und mittelalten Erwachsenen“, erklärt Lang. Denn trotz schwieriger Lebensumstände fällt es den Älteren oft leichter, Lösungen zu finden - nicht selten geht es dabei um die vermeintlich kleinen Freuden des Alltags.


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Die besonderen Anforderungen und Bedingungen des guten Lebens im Alter sind bislang in der psychologischen Alternsforschung noch nicht umfassend untersucht - das möchte GesTe mit der Studie ändern.

„Wir bieten den Teilnehmern Einzelgespräche an, in denen konkrete Vorschläge und Übungen entwickelt werden, wie sie ihre Beziehungen stärken und Wünsche und Ziele im Alter verwirklichen können. Sie sollen ihre soziale Teilhabe in eine Richtung lenken können, die sie sich wünschen“, so Lang.

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