Baumstümpfe statt Linden: Forchheim hat Bäume am Paradeplatz gefällt

23.2.2021, 13:34 Uhr
Baumstümpfe statt Linden: Die Stadt hat am Dienstagmorgen zwei Bäume auf dem Paradeplatz gefällt.

Baumstümpfe statt Linden: Die Stadt hat am Dienstagmorgen zwei Bäume auf dem Paradeplatz gefällt. © Ulrich Graser

Die Grüne Bundestagsabgeordnete und Forchheimerin Lisa Badum hatte sich im Oktober an einer der Linden gekettet und den Baum umarmt. Ihre Botschaft damals: Wer der nächsten Generation "nur abgehackte Baumstümpfe" hinterlassen wolle und glaube, "dürre Neuanpflanzungen" seien ein Ersatz für jahrzehntelang gewachsene Bäume, "muss von den Bürgerinnen und Bürgern gestoppt werden". Doch all der Protest der Forchheimer Grünen hat nicht verhindern können, dass die Stadt, wie angekündigt und vom Stadtrat entschieden, nun Tatsachen geschaffen und die Bäume gefällt hat.

Die Forchheimer Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (B90/Grüne) hatte sich an eine Linde gekettet, um gegen die Fällung zu protestieren. 

Die Forchheimer Bundestagsabgeordnete Lisa Badum (B90/Grüne) hatte sich an eine Linde gekettet, um gegen die Fällung zu protestieren.  © privat

Von dem rund 40 Jahre alten Baum vor dem Sportgeschäft Wolf und einer etwas kleineren Linde daneben sind seit Dienstagmorgen nur noch Baumstümpfe übrig. Hintergrund der morgendlichen Fällaktion: Bisher konnte die Feuerwehr die (Wohn-)Häuser hinter den beiden Linden über die Mitte des Paradeplatzes anfahren. Doch noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten zur Umgestaltung des Paradeplatzes.

Terrassenstufen im Zentrum

Er erhält in seinem Zentrum Terrassenstufen. Eine Anfahrt würde dann nur noch über die Hauptstraße möglich sein. Bei einem Ortstermin im Juli hatten Feuerwehr und Bauamt deshalb mit Einsatzfahrzeugen demonstriert, dass die zwei Linden die Zufahrt zu den Gebäuden im Einsatzfall stark behindern würden.

Die Grünen waren zuletzt der Meinung, dass eine Linde gerettet und gleichzeitig genügend Platz für die Einsatzkräfte geschaffen werden könne. Dem widersprachen Stadt und Stadtbrandinspektor Jürgen Mittermeier aber. Im Ernstfall brauche es Platz für eine Feuerwehraufstellfläche.