Neue Erleichterungen

Das Forchheimer Sportleben erwacht langsam wieder

Holger Peter
Holger Peter

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24.5.2021, 10:46 Uhr
So wie beim AC Bavaria Forchheim muss Fitnesstraining in diesen Tagen sein: Der Sportler am Gerät darf die Maske ablegen, der Trainer muss sie tragen.

So wie beim AC Bavaria Forchheim muss Fitnesstraining in diesen Tagen sein: Der Sportler am Gerät darf die Maske ablegen, der Trainer muss sie tragen. © Holger Peter, NN

"Ich glaube nicht, dass wir noch eine so lange Pause überstehen würden", befürchtet Lothar Rauscher und fügt hinzu: "Dann sind wir kaputt." Wir - das sind die Handballer des HC 2011 Forchheim, deren Minis Rauscher am Freitag gemeinsam mit FSJler Julian Lebok auf der Sportinsel trainiert. Erstmals mit Körperkontakt, wobei dieser bei den vier- bis achtjährigen Mädchen und Jungen noch nicht so im Mittelpunkt steht.

Verloren habe der HC keinen der Nachwuchsspieler, aber was natürlich Sorgen bereitet, ist der Umstand, dass man im Lockdown natürlich keine Neuzugänge bekommen habe. "Normalerweise sind das im Jahr 80 bis 100 Kinder", so Rauscher. Da fehle jetzt ein ganzer Jahrgang. Die Zwangspause sei nicht schön, aber die ganz Kleinen "holen das alle schnell wieder auf", ist der erfahrene Trainer überzeugt.

Bei den nachfolgenden Gruppen ist das Training schon intensiver und leistungsorientierter, und für Vorsitzenden Rauscher ist ein entscheidender Faktor, dass seine Handballer nun auch in der großen Gruppe bis 25 Sportler ohne Corona-Test trainieren dürfen. "Darüber bin ich sehr froh, so können wir arbeiten."

Rückkehr in die Halle dauert noch

Auch wenn die Rückkehr ins angestammte Habitat, also die Halle, wohl noch etwas dauert. Sowohl was die pandemiebedingten Einschränkungen als auch die Verfügbarkeit betrifft. Denn die Schulsporthallen werden fast ausnahmslos als zusätzliche Klassenzimmer genutzt.

Gut, wenn man über eigene Sportstätten verfügt. Ebenfalls seit Freitag darf der AC Bavaria Forchheim sein Fitnessstudio öffnen - für maximal 90 Aktive gleichzeitig. Ein Angebot, dass die Kraftsportler dankbar angenommen hätten, so Vorsitzender Jörg Wiemann.

Nur eine vorherige Anmeldung für einen der eineinhalbstündigen Slots sei nötig gewesen, dann könne man sich ohne Test in den Räumen bewegen, in denen ein ausgeklügeltes Einbahnstraßensystem installiert wurde. Am Gerät gebe es keine Maskenpflicht, auf den Gängen sehr wohl. Sogar Duschen sei möglich, weil der Verein im Herbst 12.000 Euro in bauliche Maßnahmen wie Raumteiler in Kabinen und Sanitärräumen investiert habe.

Die Kraft ist noch da

Allzu viel Kraft sollten die meisten seiner Athleten nicht verloren haben, glaubt Wiemann: "Unser Studio war während des Lockdowns fast leer, weil wir fast sämtliche Geräte an unsere Mitglieder verliehen haben. Und unsere Kaderathleten aus dem Bundesligateam durften ja eh weitertrainieren."

Lange Schlange vor dem Torwurf: Auch die Handballminis des HC Forchheim genossen die neuen Freiheiten.

Lange Schlange vor dem Torwurf: Auch die Handballminis des HC Forchheim genossen die neuen Freiheiten. © Holger Peter, NN

Und die Kampfsportler? Die Boxer durften ihren Kontaktsport auch wieder ausüben - allerdings nur im Freien. Und so tummelten sich unter der Regie von Jörg Braun am Freitagnachmittag 25 Faustkämpfer auf der neuen vereinseigenen Außenanlage.

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