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Dienstag, 18.05.2021

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Sturmtief im Kreis Forchheim: Infos zu den Bahnausfällen

Zugverkehr rollt langsam wieder an - Wetterochs warnt vor erneutem Sturm - 11.02.2020 05:53 Uhr

Der Regionalzugverkehr von und zum Bahnhof Forchheim funktioniert wieder - wenn auch mit Verspätungen.

11.02.2020 © Beke Maisch


+++ Unwetterwarnungen, Rettungseinsatz, Zugausfälle: Alle wichtigen Entwicklungen zum Sturmtief in der Region: Hier geht es zum Live-Ticker +++

Auch in nächster Nähe zur Ritter-von-Traitteur-Schule sind Äste heruntergefallen.

10.02.2020 © Beke Maisch


Die Deutsche Bahn hat ihre Zugausfall-Meldung am frühen Dienstagmorgen aktualisiert: In der Liste der Verbindungen, die komplett ausfallen ist die Gräfenbergbahn nun nicht mehr enthalten. Zu Verspätungen könne es aber kommen. Die Bahn empfiehlt vor Fahrtantritt die Servicenummer 0800 99 66 33 anzurufen. Am Bahnhof Forchheim sind die Züge - zum Teil mit Verspätung - gefahren. Agilis hatte am Montagabend gemeldet, dass die Strecke Forchheim-Ebermannstadt weiter über einen Schienenersatzverkehr bedient werde.

Zum Wetter: Entwarnung kann der „Wetterochs“ nicht geben.Am frühen Montagabend lässt der Westwind vorübergehend nach, im Laufe der Nacht gibt es dann erneut schwere Sturmböen Beaufort 10.

Am Dienstag und Mittwoch ist es wechselnd bewölkt mit Schnee-, Regen- und Graupelschauern. Die Temperaturen liegen zwischen 5 und 2 Grad. Der Westwind erreicht in Böen am Dienstag Beaufort 9 (Sturm) und am Mittwoch Beaufort 8 (stürmisch). 

Der Deutsche Wetterdienst hat den Landkreis inzwischen ber nur noch mit Warnstufe orange versehen. Übersetzt heißt das aber: Sturmböen bis zu 95 Kilomter die Stunde sind möglich.

Update 20.50 Uhr: Der Zugverkehr bleibt weiterhin beeinträchtigt. Die Strecke Nürnberg-Nordost - Gräfenberg war laut Bahn am Montagabend noch gesperrt. Agilis meldet für Dienstag, dass der Bahnverkehr im Agilis-Netz Nord, zu dem auch die Verbindung Forchheim-Ebermannstadt gehört, bis sieben Uhr eingestellt bleibt. Danach seien Verspätungen und Zugausfälle nicht auszuschließen. Fahrgäste sollen sich kurz vor ihrer Fahrt über die Verbindungssuche auf agilis.de informieren. Das Agilis-Service-Telefon ist am Dienstagmorgen ab fünf Uhr besetzt: 0800 589 28 40.

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Verkehrschaos und umgekippte Bäume: Sturmtief "Sabine" wütete in Franken

In der Nacht zum Montag hat das Sturmtief "Sabine" auch Franken erfasst. Im Berufsverkehr herrschte Chaos, die Deutsche Bahn stellte den Verkehr fast vollständig ein. Wegen umgestürzter Bäume waren Straßen teilweise unpassierbar.


"Der Zugverkehr in Bayern wird teilweise wieder aufgenommen", meldete die Bahn am Montag um 13.15 Uhr. Es komme jedoch noch "zu erheblichen Verspätungen. Auch kann es kurzfristig zu Teilausfällen kommen".

Sturm-Update, Montag, 12.05 Uhr: Auch wenn am Himmel bereits die Sonne durchspitzt: "Sabine" ist noch nicht vorüber. Der Deutsche Wetterdienst warnte bis 15 Uhr vor orkanartigen Böen in Stadt und Landkreis Forchheim. In Schauernähe musste gar mit Orkanböen um 120 Stundenkilometer gerechnet werden.

Sturm-Update der DB Regio, Montag, 11.35 Uhr: "In Nordbayern kann der Zugverkehr vereinzelt wieder aufgenommen werden. Es kommt jedoch noch zu erheblichen Verspätungen. Auch kann es kurzfristig zu Teilausfällen kommen. Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an der Schadensbehebung. In Südbayern ist weiterhin kein Zugverkehr möglich."

"Aufgrund der aktuellen Wetterlage bleibt der Verkehr im agilis-Netz Mitte bis mindestens 12 Uhr komplett eingestellt, auch danach sind Verspätungen und Zugausfälle nicht auszuschließen. Im Netz Nord kommt es bis mindestens 14 Uhr noch zu Sperrungen", meldet die agilis Eisenbahngesellschaft am Montagvormittag. Betroffen waren besonders folgende Streckenabschnitte: Bamberg-Ebern, Coburg-Bad Rodach, Hof - Bad Steben und Hof- Münchberg.

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So schlimm wütet Orkan "Sabine" in Deutschland

Umgestürzte Bäume, Sturmflut an der Küste und Chaos an den Bahnhöfen. Orkan "Sabine" hat Deutschland am Montag weiter fest im Griff. Auf den Schienen in Deutschland ging zum Start in Arbeitswoche kaum etwas, an den Flughäfen fielen Hunderte Starts und Landungen aus. Und auch viele Schulen bleiben am Montag geschlossen.


Stromausfälle? "Die gab es nicht", kann derweil Nicole Dutschmann, Sprecherin der Forchheimer Stadtwerke bestätigen. Auch die Bereitschaft der Stadtwerke meldet: "Alles ruhig". Und auch auf der Stadtwerke-Baustelle im Zweng sei "nichts umgefallen oder umgeknickt".

Auch der ÖPNV rollt problemlos durch den Landkreis, nachdem der Schülerverkehr planmäßig eingestellt wurde. Der Wildpark Hundshaupten blieb am Montag aus Sicherheitsgründen gesperrt.

 "Dem Kellerwald geht es gut", sagt Stadtförster Stefan Distler. Bereits in den frühen Morgenstunden waren die Mitarbeiter der Stadtförsterei im Kellerwald unterwegs. Das Fazit: "Kein einziger Baum ist umgefallen, das Annafest-Gelände ist unbeschadet davon gekommen."

Heruntergefallene Äste liegen auf der Bastion

10.02.2020 © Beke Maisch


Aus Sicherheitsgründen sind die Tore des Neuen und des Alten Friedhofs am Montag verschlossen gewesen, die Friedhöfe gesperrt. Ein orange-farbenes Schild wies darauf hin. Auch Spaziergehen in den Forchheimer Stadtparks war nicht empfehlenswert. Gesperrt war der Park zwar nicht, doch, so betonte Gartenamtsleiter Herbert Fuchs "jeder ist für sich selbst verantwortlich".

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Lothar, Kyrill, Egon: Die heftigsten Stürme in der Region

In den vergangenen Jahren richteten zahlreiche Stürme und Orkantiefs in Deutschland verheerende Schäden an. Auch Franken war mehrfach betroffen. Orkan Lothar, der im Dezember 1999 eine Schneise der Verwüstung hinterließ, galt damals als "Jahrhundertsturm". Ihm folgten weitere zerstörerische Winterstürme.


Das vorläufige Fazit der Feuerwehr: Zwischen Niedermirsberg und der Kreisstraße lag am Montagmorgen ein Baum auf der Straße. Die Freiwillige Feuerwehr Niedermirsberg war im Einsatz. Die Straße ließ sich aber noch befahren. Das war am frühen Montagmorgen der einzige Einsatz wegen Sturmtief Sabine im Landkreis Forchheim, so Kreisbrandrat Oliver Flake. In ganz Oberfranken gab es dagegen bislang (Stand: Montagvormittag) insgesamt 102 Einsätze.

Der Neue und der Alte Friedhof sind gesperrt.

10.02.2020 © Birgit Herrnleben


Bei den Polizeiinspektionen Ebermannstadt und Forchheim war am Vormittag keine sturmbedingte Alarmierung eingegangen. Als "relativ entspannt", bezeichnete die Polizei Ebermannstadt die Lage und vermeldete zwei umgestürzte Bäume in Niedermirsberg und am Feuerstein.

Den Fahrradunterstellplatz am Bahnhof Forchheim hat Sturmtief Sabine durcheinandergewirbelt.

10.02.2020 © Beke Maisch


Auswirkungen hat Sturmtief Sabine im Landkreis dennoch: Am Bahnsteig in Forchheim herrschte am Montag tagsüber gähnende Leere, die Züge der Deutschen Bahn und von Agilis fielen aus. Agilis hatte einen Schienenersatzverkehr im Einsatz.

Alle Schulen im Landkreis Forchheim blieben geschlossen. Bei den Kitas entschied der jeweilige Träger. Der evangelische Kindergarten St. Johannis in Forchheim beispielsweise hatte geöffnet, das Gleiche galt für die städtischen Kitas in Forchheim. Auch der Markt Eggolsheim hatte bekanntgegeben, dass seine Kindertagesstätten geöffnet sind.

Der Bahnhof Forchheim am frühen Montagmorgen: Die Züge fallen wegen des Sturmtiefs Sabine aus.

10.02.2020 © Beke Maisch


Die Handwerkskammer für Oberfranken stellte allen Auszubildenden des oberfränkischen Handwerks frei, ob sie die Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen an den Bildungszentren der Handwerkskammer für Oberfranken besuchen. Die gleiche Regelung galt für die Teilnehmer der Meisterschulen an der HWK für Oberfranken.

Nordbayern.de-User aus Walkersbrunn und Kappel meldeten am Montag: Viel Wind, zum Teil auch Regen, aber kein Sturm; alles sei viel weniger heftig als befürchtet. Auch in Lilling, meldeten unsere Leser, sei der Sturm vorbeigezogen, ohne Schäden zu hinterlassen. Leser aus Wohlmutshüll, Kirchehrenbach und Unterleinleiter berichteten ebenfalls: Starker Wind, allerdings kein Orkan, alle Pflanztöpfe im Garten sicher, keine Sturm-Schäden. 

Weitere aktuelle Meldungen zu den Auswirkungen des Sturmtiefs finden Sie hier.

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