Impfzentrum Gunzenhausen: Ab Montag gibt es Termine

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Marianne Natalis

Altmühl-Bote

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9.1.2021, 08:57 Uhr
Ab Montag werden im Impfzentrum Termine vergeben. Anfänglich allerdings werden nicht mehr als 200 Impfungen pro Woche durchgeführt, da nicht mehr Vakzin zur Verfügung steht.

Ab Montag werden im Impfzentrum Termine vergeben. Anfänglich allerdings werden nicht mehr als 200 Impfungen pro Woche durchgeführt, da nicht mehr Vakzin zur Verfügung steht. © Foto: Impfzentrum Altmühlfranken

Da die Menge an Impfstoff allerdings gering ist, wird es anfänglich nur wenige Termine geben. Der Betreiber des Impfzentrums, das Klinikum Altmühlfranken, hofft, im Laufe der nächsten Wochen mehr Termine vergeben zu können.

Bis Anfang Februar können aber zunächst wöchentlich nur maximal 365 Erstimpfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Zuerst erhalten weiterhin Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenheime sowie das Personal in diesen Einrichtungen und den Kliniken, die Heim- und Impfärzte, das Personal der Rettungsdienste sowie der mobilen Pflegedienste das Vakzin. Diese Priorisierung wird von der bundesweiten Impf-Verordnung geregelt.

Erstmal nur 200 Impfungen pro Woche

Im Impfzentrum in Gunzenhausen – im früheren Altmühl-Center – sollen zunächst zweimal wöchentlich jeweils 100 Impfungen durchgeführt werden. Termine vereinbaren können nur die Personen, die entsprechend der Impf-Verordnung in die höchste Priorisierungsgruppe fallen, und zwar montags bis freitags zwischen 9 und 17 Uhr unter 09831/522041. Die Hotline ist ab Montag zu den angegebenen Zeiten besetzt.

Die wenigen möglichen Termine für die nächsten drei Wochen werden wohl innerhalb kurzer Zeit vergeben sein, ist man sich am Landratsamt im Klaren. Dennoch können darüber hinaus zunächst keine weiteren Termine ausgemacht werden, da noch nicht feststeht, wie viele Impfdosen der Einrichtung in der Spitalfeldstraße ab Anfang Februar zur Verfügung stehen. Sobald mehr Impfstoff vorhanden ist, werde das Angebot ausgebaut.

Die über 80-Jährigen werden im Laufe der nächsten Tage auch schriftlich von Landrat Manuel Westphal sowie den örtlichen Bürgermeistern über die Möglichkeit, Termine zur freiwilligen Impfung zu vereinbaren, informiert.

Ebenfalls weiter geht es nun auch in den Heimen. Die mobilen Impfteams waren bisher in vier Einrichtungen im Landkreis im Einsatz, nun geht es ab diesem Wochenende in den nächsten vier Heimen weiter.

Impfaktion sehr wohl beendet

Gerade rücken wollte Klinikvorstand Christoph Schneidewin in diesem Zusammenhang die Darstellung von Rainer Mosandl zur Impfaktion im AWO-Pflegeheim in Heidenheim. Der Vorstand Pflege und Psychiatrie beim AWO-Kreisverband Mittelfranken-Süd hatte gegenüber dem Altmühl-Boten erläutert, dass das mobile Impfteam die Aktion abgebrochen habe, nachdem die Meldung gekommen sei, dass Bewohner der Einrichtung positiv auf das Virus getestet worden waren.

Das wollte Schneidewin so nicht stehen lassen, die Impfaktion sei nicht abgebrochen, sondern zu Ende geführt worden. Das Impfteam sei sogar ungewöhnlich lange im Haus gewesen, da die Aktion dort "sehr schlecht vorbereitet" gewesen sei, in den Unterlagen habe ein ziemliches Durcheinander geherrscht. So konnte man, obwohl das Team mit eineinhalb Stunden Vorlaufzeit nach Heidenheim gekommen war, nicht pünktlich um 11 Uhr starten. 70 Personen seien für die Aktion angemeldet gewesen, so Schneidewin, am Ende seien 59 geimpft worden. Die restlichen elf Personen hatten entweder einen positiven Test oder seien nicht erschienen. Erst gegen 16.30 Uhr habe die Aktion beendet werden können.


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In keinem anderen Heim habe der Einsatz bisher so lange gedauert. Normalerweise können nach Schneidewins Worten pro Stunde zwölf bis 15 Personen geimpft werden – inklusive Dokumentation. Ein Impfteam umfasst in der Regel vier Personen, in Heidenheim sei mehr Personal im Einsatz gewesen.

Schneidewin betont im Gespräch mit dem Altmühl-Boten noch einmal explizit, dass die Impfaktion auch in Heidenheim bis zum Ende durchgeführt wurde. Schließlich werde der Impfstoff vor Ort hergestellt. Sind die beiden Komponenten erst einmal gemischt, dann ist das Vakzin noch sechs Stunden haltbar. Hätte man die Aktion abgebrochen, dann hätte man ja den so dringend gebrauchten Impfstoff verwerfen müssen.

Keine Impfung bei positivem Test

Wer positiv auf Corona getestet worden ist, wird nicht geimpft. Denn die Betroffenen seien ja bereits geschützt. Wer nach der ersten Impfung positiv getestet wird, bei dem sei die zweite Dosis nicht mehr notwendig. Aus medizinischer Sicht sei es aber nicht gefährlich, wenn man trotzdem geimpft werde. Deshalb sei ein Antikörpertest vor der Impfung nicht notwendig. Es gelte: Wer keinen positiven PCR-Test habe, werde geimpft – wenn er an der Reihe ist.

Weitere Informationen zur Impfung gegen das Coronavirus gibt es auf der Homepage www.impfzentrum-altmuehlfranken.de

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