Pandemie im Landkreis

Masken nach den Schulferien: "Die Akzeptanz ist da"

MK
Milena Kühnlein

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10.11.2021, 05:58 Uhr

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Die derzeitigen Regeln sehen wie folgt aus: Für Grundschulen gilt die Maskenpflicht im Schulgebäude (Community-Maske oder medizinische Mund-Nasen-Bedeckung) zunächst in der ersten Woche nach den Herbstferien. Dies hat sich am Dienstag wieder geändert. Die nach den Herbstferien zunächst nur befristet geltende Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckung bleibe an allen Schulen im Freistaat "bis auf weiteres" gültig, hieß es. Auf dem Schulhof müssen die Kinder die Masken nicht tragen. Außerdem soll zweimal pro Woche mit dem "Pool-Test" getestet werden.

In weiterführenden Schulen sind medizinische Masken in den nächsten zwei Wochen verpflichtend. "Die erweiterte Maskenpflicht gilt in den genannten Zeiträumen für alle geschlossenen Räume, Begegnungsflächen im Schulgebäude (wie Gänge und Treppenhäuser) und die Räume der Mittagsbetreuung", heißt es seitens des Bayerischen Kultusministeriums. Die Schülerinnen und Schüler müssen zusätzlich dreimal in der Woche einen Selbsttest durchführen. Diese neuen Regeln gelten seit Montag, 8. November.

Infektionen in den Ferien

Herbert Brumm, Schulleiter der Grundschule Treuchtlingen, ist positiv überrascht, wie gut die erneute Maskenpflicht wieder angenommen wird. "Wir haben die Eltern informiert und die Kinder tragen ihre Masken relativ pflichtbewusst." Wenn ein Kind die Mund-Nasen-Bedeckung doch mal vergessen hat, können sie jederzeit ins Sekretariat kommen und sich einen medizinischen Schutz abholen.

"Direkt nach den Ferien wurden alle Kinder, entweder mit dem Antigen-Test oder in der Pool-Testung, getestet", erklärt Brumm. Allerdings hätten einige Eltern schon vor Schulbeginn nach den Ferien angerufen und ihre Kinder entschuldigt.

"Es gab über die Ferien fünf positive Fälle und drei Kinder sind in Quarantäne", sagt Brumm. Von den Schülern, die Montag in die Schule kamen, wurden alle negativ getestet. "Die Akzeptanz ist da, es läuft gut an", fasst der Schulleiter zusammen. Auch für den Sportunterricht habe man sich für die diese Woche etwas überlegt. "Da es schönes Herbstwetter ist, gehen die Kinder raus zum Spaziergehen, da können sie die Maske dann abnehmen."

Ansonsten würden die Verantwortlichen und Lehrkräfte jeden Tag versuchen, die Maßnahmen und den reibungslosen Ablauf des Schulalltages zu optimieren. "Wir können derzeit schlecht in die weite Zukunft planen, aber so ist es nun mal. So geht es in vielen Branchen", sagt Brumm.

An der Senefelder-Schule Treuchtlingen machen die Schulleiter der jeweiligen Zweige, Martin Stehr (Gymnasium), Stefan Burzler (Realschule) und Susanna Rathsam (Mittelschule), ähnliche Beobachtungen: Ganz vereinzelt müsse man Schülerinnen und Schüler darauf hinweisen, die Maske vernünftig aufzusetzen, ansonsten aber würden die Maßnahmen komplett akzeptiert.

Auch seitens der Eltern hätte es bislang noch keine Rückmeldungen gegeben. Das oberste Ziel sei es, den Präsenzunterricht weiter möglich zu machen, erklärte Stehr mit Blick auf das steigende Infektionsgeschehen, auch bei den jüngeren Altersgruppen.