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Donnerstag, 15.04.2021

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"Aischtal-Phantom": Schmierereien überdecken Kunst in Lonnerstadt

Vandalismus: Waldhaus wurde mit Nazisymbolen übersprüht - 09.02.2021 05:51 Uhr

Orange Farbe haben Unbekannte über die katzenähnlichen Augen am Eingang zur „hidden gallery“ von Lonnerstadt gesprüht.

08.02.2021 © Foto: Paul Neudörfer


Der Street-Art-Künstler "Ra.g.e", der inzwischen als "Aischtal-Phantom" schon Ausstellungen in Uehlfeld und Neustadt/Aisch hatte, mag es mystisch und gibt sich bis heute nicht zu erkennen. Er wird bezeichnet als Mann, der "mit dem Kopf durch die Wand in einer Welt ohne Türen".

Nach seinen Verschönerungen im Sommer war das kleine Waldhaus fast zu einer Art "Wallfahrtsort" geworden, erzählt Bürgermeisterin Regina Bruckmann. Auch sie mag die Kunstwerke sehr und ärgert sich jetzt über die Verunstaltungen. Die Gemeinde aber könne nichts tun, meint sie, denn es handle sich um Privatbesitz.


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Banksy in Lonnerstadt?

Bürgermeisterin Regina Bruckmann steht in der „hidden gallery“ vor den Bilderrahmen, die von den Unbekannten ebenfalls besprüht worden sind.

08.02.2021 © Foto: Paul Neudörfer


"Banksy in Lonnerstadt? Mysteriöse Kunstwerke im Wald entdeckt" hatte der Bayerische Rundfunk im Sommer 2020 getitelt und Vergleiche angestellt zwischen dem Mysterium in Lonnerstadt und dem Pseudonym eines britischen Streetart-Künstlers, der mit seinen Graffitties zwar weltweite Berühmtheit erlangt hat, dessen Identität aber unbekannt bleibt.

Jetzt also nicht in London, sondern in Lonnerstadt: zwei große katzenähnliche Augen in Blautönen und Schwarz sind auf der Wand der "hidden gallery" zu sehen, in der Mitte der Eingang. Die Pupillen sind jetzt mir orangener Farbe übersprüht.

Vandalismus "find ich gut"

Innen fallen verschiedene Farbspritzer an der Wand auf, die eingerahmt wurden. Gegenüber wurde der Satz "deine Meinung zu Vandalismus" aufgesprüht, darunter ist ein freies Feld. "Find ich gut" steht hier jetzt als Antwort in orange. Die Werke von "Ra.g.e" sind keine Kritzeleien, sondern handwerklich und künstlerisch anspruchsvoll.

Bürgermeisterin Regina Bruckmann steht in der „hidden gallery“ vor den Bilderrahmen, die von den Unbekannten ebenfalls besprüht worden sind.

08.02.2021 © Foto: Paul Neudörfer


Bürgermeisterin Regina Bruckmann war im Sommer auf die Kunstwerke aufmerksam geworden durch einen QR-Code, der rund 300 Meter entfernt in ein Feld gegraben wurde und inzwischen längst verschüttet ist. Ein Bürger aus Mailach hat den QR-Code abfotografiert und nachgezeichnet. Das Einscannen des Codes ergab die Worte "Hello World" (Hallo Welt).

Im Herbst hatte "Ra.g.e" dann als "Aischtal-Phantom" die "hidden gallery" Lonnerstadt bei Ausstellungen gezeigt, in der Alten Molkerei in Uehlfeld und in einer leerstehenden Müller-Filiale in Neustadt. 

Bilderstrecke zum Thema

Neustadt: "Aischtal-Phantom" lässt besucher in seine "Hidden Gallery" eintauchen

In einer ganz speziellen Atmosphäre stellt der anonyme Street-Art-Künstler „Ra.g.e“ in der ehemaligen Neustädter Müller-Filiale derzeit aus und drückt auch ihr seinen mystischen Stempel auf.


cf/pn

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