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Donnerstag, 09.07.2020

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Aus der Oberpfalz nach China: Magnetzug hebt in Antonow ab

Zwei-Sektionen-Serienfahrzeug kommt auf Demonstrationsstrecke zum Einsatz - 12.06.2020 09:49 Uhr

Die Firmengruppe Max Bögl schiebt das erste serienreife Zwei-Sektionen-Fahrzeug in den Schlund einer Antonow. In Chengdu, China, landet der Riesenflieger mit seiner Facht, die dort den Personennahverkehr optimieren soll. © Foto: Reinhard Mederer


Damit ist der nächste Meilenstein zur Finalisierung der Demonstrationsstrecke in Chengdu erreicht. Das neuartige Personennahverkehrssystem, das auf Magnetschwebetechnologie basiert, wird seinen Betrieb auf der 3,5 Kilometer langen Strecke im Sommer aufnehmen.

Nachdem das erste Serienfahrzeug in den vergangenen Monaten in Sengenthal vorab in Betrieb gegangen und für seinen Einsatz in China auf Herz und Nieren getestet worden war, nahm es Anfang Juni spektakulär seinen Weg zu Bögls chinesischem Partner auf.

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Zunächst wurde der Zug am Hauptstandort der Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal auf LKW verladen und dann zum Flughafen München transportiert. Von dort aus ging es für das neue Serienfahrzeug mit der Antonow 124-100 in das über 7500 Kilometer entfernte Chengdu. Dort wird das TSB-Team mit dem chinesischen Partnerunternehmen Xinzhu das Fahrzeug in Betrieb nehmen, sodass es ab Sommer auf der 3,5 Kilometer langen Strecke fahren wird.

Die Optimierung des Personennahverkehrs mithilfe modernster Technologien steht weit oben auf der Agenda der chinesischen Staatsführung. Die Demonstrationsstrecke in Chengdu verdeutlicht die vielen Möglichkeiten des neuartigen "Transport System Bögl" für den öffentlichen Personennahverkehr. Der Fahrweg des Transport Systems Bögl ist mit einem Träger von 1,2 Metern Höhe und 23,5 Metern Länge sehr niedrig und leicht. Gegenüber herkömmlichen Systemen vermeidet das Transport System Bögl die hohen Lasten am Kontaktpunkt Rad-Schiene, die Hauptursache für Vibrationen und Lärm sind. Stattdessen leitet das Transportsystem die Lasten berührungslos gleichmäßig verteilt in den Fahrweg und ist dadurch sehr leise und kommt mit deutlich kleineren Unterbauten für den Fahrweg aus. Das spart nicht nur Rohstoffe und Kosten, sondern ist auch ästhetisch ansprechend.

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