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250 Tage Klimacamp: Aktivisten demonstrierten in Nürnberg

Kundgebungen für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit - 10.05.2021 19:12 Uhr

Die Dauermahnwache für besseren Klimaschutz besteht seit 250 Tagen. Das feierten die Klimacamper mit einer Kundgebung in der Nürnberger Innenstadt. Sie wollen noch lange durchhalten.

10.05.2021 © Roland Fengler, NNZ


Der Montag markierte den 250. Bestehungstag des Nürnberger Klimacamps am Sebalder Platz. Für viele wäre das wohl ein Grund zum Feiern, doch Klimaschutz und Aktivismus für eine sozial gerechte Lösung der Klimakrise seien kein Selbstzweck, schreiben die Aktivisten auf ihrem Blog. Und so startete gegen 16.30 Uhr eine Demonstration unter dem Motto "1,5 Grad - Euer Ziel ist unser Limit!". Die Teilnehmer liefen nach der Auftaktkundgebung am Kornmarkt Richtung Rathaus zur Abschlusskundgebung am Hauptmarkt.

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250 Tage Klimacamp: Demonstration in der Nürnberger Innenstadt

Für Montag hatten die Aktivistinnen und Aktivisten des Nürnberger Klimacamps zu einer Demonstration unter dem Moto "1,5 Grad - Euer Ziel ist unser Limit!" aufgerufen. Die Veranstaltung am 250. Bestehungstag des Klimacamps startete am Kornmarkt und endete mit einer Abschlusskundgebung am Hauptmarkt.


"Die meisten Leute wissen doch gar nicht mehr, wie der Sebalder Platz ohne Klimacamp aussieht", sagt Erik Stenzel mit einem verschmitzten Lächeln. Seit mehr als acht Monaten halten der Liedermacher und seine Mitstreiter nun schon in der Altstadt durch, um für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit zu streiten.

Auf der Abschlusskundgebung betont Camperin Sabrina Wagner, dass man mit einer solchen dauerhaften Aktion wie dem Klimacamp mehr Bewusstsein für das Thema schaffen könne als mit einer singulären Kundgebung, die nur kurz aufrüttle. "Das Camp ist wie eine Familie für uns alle geworden", sagt die 17-jährige Jasmin Aoune.

Stenzel, der auch als Pressesprecher der Aktivisten fungiert, hatte zuvor via Pressemitteilung mitgeteilt, dass das "Klimacamp mittlerweile die längste politische Versammlung ist, die es je in Nürnberg gegeben hat". Das habe er vom stellvertretenden Ordnungsamtschef Robert Pollack erfahren.

400 Personen waren dabei

Und Stenzel denkt, dass es weitergeht. "Wir bleiben, bis ihr handelt!", lautet das Motto der Gruppierungen, die sich im Klimacamp zusammengetan haben und eine wirksame Klimaschutzpolitik fordern. Rund 400 Personen hätten sich mittlerweile bei der Aktion kurz- oder langfristig engagiert, sagt Stenzel.

Aus der Mitte der Gesellschaft

Darunter ist auch Roland Mietke, der bei der Auftaktkundgebung auf dem Kornmarkt spricht. Er sagt, dass er zwar beim Verein Bluepingu schon vorher für Umweltschutz und Nachhaltigkeit eingetreten sei, aber durch das Camp erst gelernt habe, "dass ich fürs Klima kämpfen kann". Das Lager am Sebalder Platz sei auch für "Menschen aus der Mitte der Gesellschaft" der richtige Ort, sich politisch zu betätigen. Nicola Haensell wiederum kündigt an, dass es einen neuen Bürgerentscheid für ein klimaneutrales Nürnberg ab dem Jahr 2030 geben soll.

Hermann Imhof will mithelfen

Nicht zu den Rednern, wohl aber zu den Demonstrationsteilnehmern zählt Hermann Imhof. Der frühere CSU-Landtagsabgeordnete sagt, dass er sich durchaus vorstellen könne, die eine oder andere Schicht im Camp zu übernehmen.

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Eine Nacht im Klimacamp Nürnberg

Seit 3. September harren die Aktivisten im Klimacamp Nürnberg aus und fordern ein radikales Umdenken in der Umweltpolitik. Inzwischen trotzen sie rund um die Uhr auch eisigen Minusgraden. Wir haben in einer der kältesten Nächte Impressionen gesammelt.


Das muss auch nachts besetzt sein, um den Versammlungsstatus nicht zu gefährden. Es sei kein Problem, die Schichten voll zu bekommen, sagt Stenzel, der aber dennoch froh ist, dass der ungewöhnlich kalte April nun endete, immerhin hatten die Aktivisten lange mit unwirtlichen Temperaturen zu kämpfen. Dass der Anstieg der Temperaturen aber gleich wieder so rasant vonstatten ging, ist für ihn Vorbote einer unheilvollen Entwicklung des Klimas. Aber immerhin konnten die Camper Tag 250 bei Sonnenschein begehen.


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eli/Marco Puschner

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