Diakonie als Hauptsponsor

Christopher Street Day gewinnt Unterstützer aus der Kirche

Isabel Lauer
Isabel Lauer

Lokalredaktion Nürnberg

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4.2.2022, 12:49 Uhr
Im August 2021 zog die Parade zum Christopher Street Day durch die Nürnberger Innenstadt.

© Michael Matejka Im August 2021 zog die Parade zum Christopher Street Day durch die Nürnberger Innenstadt.

Wie die Rummelsberger Diakonie in einer Mitteilung bekanntgab, wird sie als Hauptsponsor den Christopher Street Day (CSD) Nürnberg 2022 begleiten. Finanzvorstand Tobias Gaydoul und die Leiterin der Diakoninnengemeinschaft, Elisabeth Peterhoff, unterzeichneten den Vertrag darüber in Rummelsberg mit Bastian Brauwer, dem Vorsitzenden des CSD-Fördervereins.

Der CSD ist für den 21. Juli bis 7. August 2022 geplant. Zwei Wochen lang bieten die "Prideweeks" ein Mitmach-Programm der LSBTIQ*-Community (Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich, intergeschlechtlich sowie queer) in der Metropolregion.

"Jahr der Vielfalt"

"Ich freue mich, dass wir als Rummelsberger Diakonie in diesem Jahr den CSD Nürnberg unterstützen. Für mich ist das ein Zeichen für Menschenwürde und Toleranz, so wie wir sie verstehen. Jeder Mensch, egal welcher geschlechtlichen Identität er sich zuordnet, ist Gottes Geschöpf", sagte Diakonin Elisabeth Peterhoff bei der Vertragsunterzeichnung. Die Rummelsberger feierten deshalb auch unternehmensintern gerade ein "Jahr der Vielfalt" mit Aktionen und Schulungen zur gesellschaftlichen Diversität.

Mit der Diakonie übernimmt erstmals ein evangelisches Sozialunternehmen das Hauptsponsoring für die Veranstaltung. "Klar haben wir uns gefragt: CSD und Kirche - funktioniert das?", berichtete Bastian Brauwer, Vorsitzender des Fördervereins Christopher Street Day. Doch habe sich die evangelische Kirche jüngst sehr offen für LSBTIQ*-Menschen gezeigt. Damit setze sie gerade im Vergleich zur katholischen Kirche ein positives Beispiel für eine offene und vielfältige Religionsgemeinschaft.

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