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Corona-Ausgangsbeschränkung: Polizei stellt 1400 Verstöße fest

Bei herkömmlichen Straftaten sind Pkw-Aufbrüche auf hohem Niveau - 25.03.2020 16:20 Uhr

Die Reiterstaffel der Polizei Nürnberg auf Corona-Patrouille im Marienberg-Park. © Klaus Lehnberger


Vor einer Woche traten die ersten bayerischen Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Seit Samstag gelten hierzulande noch schärfere Bestimmungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Zeit also für eine erste kleine Bilanz. Wie brav sind die Bürger und halten sie sich an die neuen Regeln?

Erste Zahlen der Polizei zeigen, dass einige Zeitgenossen ihre Schwierigkeiten damit haben, sich an die Allgemeinverfügungen zu halten – Vorgaben, die seit Ende vergangener Woche auf allen Kanälen täglich mehrfach wiederholt werden. Laut Polizeipräsidium haben die verstärkt eingesetzten Streifen in Mittelfranken rund 1400 Verstöße aufgenommen. In etwa 400 Fällen haben die Beamten Ordnungswidrigkeiten respektive Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet.

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Ausgangsbeschränkung in Bayern: Das ist noch erlaubt

Seit Samstag (20. März) gelten in Bayern weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die die Corona-Pandemie eindämmen sollen. Was trotz der sogenannten Ausgangsbeschränkung weiterhin erlaubt ist, haben wir in dieser Bildergalerie für Sie zusammengefasst.


"Im Regelfall zeigten sich die kontrollierten Personen einsichtig", ergänzt Elke Schönwald, Leiterin der Polizeipressestelle in Nürnberg. Vereinzelt hätten aber Personen den ausgesprochenen Platzverweis verweigert und die Einsatzkräfte beleidigt. Die Polizei sei auch in einigen Fällen darauf aufmerksam gemacht worden, wenn Menschen in Wohnungen feierten oder sich in Grünanlagen trafen. Andere wiederum schickten sich an, die Polizei zu verständigen, wenn beim Einkaufen der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten wurde.

Durch die Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Vorgaben (Geschäftsschließungen und Ausgangsbechränkungen) verändert sich die Skala der Straftaten: Was vor einer Woche noch kein Verstoß war, ist heute einer. Und die üblichen Verdächtigen? Erfreulicherweise drängt das Virus bestimmte Delikte zurück. So hat – wer hätte das gedacht – der Ladendiebstahl stark abgenommen. Dazu zählen auch Schlägereien, Raubdelikte und Diebstähle im öffentlichen Raum. Wohnungseinbrüche sind laut Polizeipressestelle seit geraumer Zeit schon rückläufig. Dadurch, dass die Bürger mit der Ausgangsbeschränkung häufig jetzt auch tagsüber zu Hause sind, kann man mit einem weiteren Rückgang dieser Straftat rechnen.

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Ausgangsbeschränkung wegen Corona: Leere Straßen in Nürnberg

Sicherlich trug auch das schlechte Wetter am Samstag seinen Teil dazu bei, aber möglicherweise haben die Leute nun auch den Ernst der Lage begriffen: Am ersten Tag der Ausgangsbeschränkungen, die in Bayern wegen der Corona-Krise angeordnet wurden, blieb Nürnberg leer.


Auf hohem Niveau allerdings sind nach wie vor Pkw-Aufbrüche, sowohl in Tiefgaragen, als auch auf öffentlichen Verkehrsflächen. "Entwendet werden meist im Fahrzeug zurückgelassene Wertgegenstände. Deshalb die dringende Bitte, keine Wertsachen im Fahrzeug liegen lassen, um keinen Anreiz zu setzen", sagt Polizeisprecherin Elke Schönwald.


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Wenn viele Menschen in ihre Vier Wände verwiesen werden, keimt die Vermutung auf, dass der Bereich häusliche Gewalt in der Kriminalstatistik nach oben schnellen wird. Fehlanzeige. "In Sachen häusliche Gewalt, Streit mit Nachbarn, Ruhestörung, gibt es bislang keine Auffälligkeiten", berichtet Schönwald. Das aber kann sich noch ändern, schließlich wächst der Druck mit der Dauer der Ausgangsbeschränkung.


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Auch das Ordnungsamt der Stadt Nürnberg hat eventuelle Verstöße im Blick. Mitarbeiter der Behörde kontrollieren etwa Gewerbetreibende. "Wir schauen, wer offen hat. Wer darf überhaupt offen haben?", sagt Amtsleiter Robert Pollack. Kürzlich waren Mitarbeiter des Ordnungsamtes an den Imbissmeilen etwa an der Fürther Straße oder an der Gostenhofer Hauptstraße unterwegs: "Wir überprüfen, dass sich vor den Imbissen keine Ansammlungen bilden." Große Verstöße habe man bisher nicht feststellen können.


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ALEXANDER BROCK UND SABINE EBINGER

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