Bürger sind gefragt

Der Nürnberger Stadtpark soll schöner werden - das sind die Pläne

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Hartmut Voigt

Lokalredaktion Nürnberg

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Der Neptunbrunnen im Zentrum des Parks ist ein beliebtes Fotomotiv.

Der Neptunbrunnen im Zentrum des Parks ist ein beliebtes Fotomotiv. © Eduard Weigert/NNZ

Bunte Blumenbeete, riesige, uralte Bäume, Wiesen zum Ausruhen, Spielplätze und der imposante Neptunbrunnen: Der mittlerweile fast 200 Jahre alte Stadtpark ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Bürger-Befragung Mitte September

Und doch ist einiges auf dem 19 Hektar großen Gelände trotz guter Pflege in die Jahre gekommen: So sollen zum Beispiel Spielgeräte ausgetauscht und Querwege barrierefrei gemacht werden. Am Mittwoch, 28. Juli, berichtet der Servicebetrieb öffentlicher Raum (Sör) am Neptunbrunnen ab 14 Uhr bis 18 Uhr über das Vorhaben und stellt sich den Fragen von Parknutzern. Mitte September beginnt dann eine umfassende Online-Befragung der Bürger, wie sie sich ihr "grünes Wohnzimmer" wünschen.

"Ein Grundproblem ist, dass die heutige Anlage aus den 1950ern stammt", meint Bürgermeister Christian Vogel, "außerdem ist der Stadtpark einer extrem hohen Belastung ausgesetzt. Alle Ecken und Enden werden regelmäßig genutzt." Das macht sich unter anderem auf den Liegewiesen bemerkbar, dort leidet das Grün merklich.


"Straße der Kinderrechte" im Stadtpark


Heuer konnte sich das Gras zwar wegen der häufigen Regenfälle etwas mehr erholen, doch der "Nutzungsdruck" der vergangenen Jahre hat seine Spuren hinterlassen. Da kann auch die Tatsache nichts daran ändern, dass der Stadtpark das am meisten gepflegte öffentlichen Grün von Sör ist.

Nachpflanzungen im Klimawandel

Dazu gehört besonders die Arbeit an den Blumenbeeten, auf den Wiesen und der Beschnitt des alten, knorrigen Baumbestands. Nachpflanzungen sollen gegen Hitze und Trockenheit resistenter sein - angesichts des Klimawandels ein wichtiger Aspekt.


Pläne zur Umgestaltung gibt es schon lange


In den vergangenen Jahren hat man schon einiges zum Erhalt des Parks getan, so wurden Weiher und Brunnengarten bereits saniert. Die mehrfache Leerung der Abfallkörbe am Wochenende ist Standard, man möchte Müllprobleme soweit möglich vermeiden. Eine Erleichterung gibt es dabei für die städtischen Grünflächen-Reiniger: Im Gegensatz zum Marienbergpark ist das Grillen im Stadtpark verboten. Daher fällt schon einmal gar nicht so viel Grillabfall an.

Entspannt die Natur genießen: Sollen noch weitere Liegen auf der 19 Hektar große Grünfläche aufgestellt werden?

Entspannt die Natur genießen: Sollen noch weitere Liegen auf der 19 Hektar große Grünfläche aufgestellt werden? © Eduard Weigert/NNZ

Die Erneuerungspläne bieten übrigens auch für die Grünfläche jenseits der Bayreuther Straße an der Reformationsgedächtniskirche eine Chance. Sör sieht die Möglichkeit, dieses Areal gemeinsam mit dem Platz an der Berufsschule attraktiver zu machen. Immerhin handelt es sich um zusätzliche 3,8 Hektar, die bisher kaum als Erholungsflächen gestaltet sind.

"Enger Dialog"

Wichtig ist für Bürgermeister Vogel, dass die weitere Entwicklung des Stadtparks an der Bayreuther Straße "im engen Dialog mit der Bürgerschaft " geschieht. Daher gibt es nach dem Info-Tag am Mittwoch eine vierwöchige Online-Beteiligung für alle Interessierte. Start ist am 14. September unter www.onlinebeteiligung.nuernberg.de.

Am Mittwoch, 15. September, findet ab 17 Uhr eine Veranstaltung vor Ort mit Bürgermeister Vogel statt, wo jeder seine Vorschläge zum Stadtpark einbringen kann. Ein erstes Thema ist schon bekannt: Wie lässt sich das Verhältnis zwischen Fußgängern und Radfahrern verbessern, die derzeit auf einem Weg den Park queren dürfen?

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