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Er setzte Meilensteine: Ex-Direktor des Nürnberger Tiergartens verstorben

Delphinarium und Manatihaus wurden in Manfred Kraus' Amtszeit eröffnet - 05.04.2021 18:49 Uhr

Manfred Kraus leitete den Tiergarten Nürnberg 20 Jahre lang. Im Bild von 1990 sieht man den Tiergartendirektor mit einem Nashorn. 1990 

05.04.2021 © arc-200904_cd40-20090407-222547-0283.jpg, NN


Der promovierte Biologe wurde 1960 erster wissenschaftlicher Mittarbeiter im Tiergarten und lernte die Arbeit im Zoo von der Pike auf. "Unter Tiergartendirektor Dr. Alfred Seitz erlebte Kraus die Entwicklung des Tiergartens vom Wiederaufbau mit geselligen Attraktionen für Besucher bis zur Ausrichtung als wissenschaftliche Einrichtung mit. Während seiner Assistenzjahre, in denen er zunehmend Verantwortung übernahm, ging ihm das Leitbild und tiergärtnerische Gesamtkonzept des Nürnberger Landschaftszoos in Fleisch und Blut über", heißt es in der Jubiläumsbroschüre "75 Jahre Tiergarten Nürnberg".

Ab 1970 übernahm Kraus die Leitung und setzte wichtige Meilensteine: 1971 wurde das Delphinarium eingeweiht, 1977 eröffnete das Tropen- und Tapirhaus. Die teuersten und außergewöhnlichsten Tiere waren laut der Jubiläumsbroschüre die Seekühe oder Manatis, die es bisher in kaum einem europäischen Zoo zu sehen gab.


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Manfred Kraus führte die ursprüngliche Idee der Planer und Architekten des Tiergartens, die Tiere so frei wie möglich zu halten, weiter. "Er nutzte nicht nur die topographischen Gegebenheiten von Gräben und Steinwällen als natürliche Begrenzungen, er ermöglichte Besuchern auch die Begegnung mit freilebenden Wildtieren unter Wahrung von Rückzugsmöglichkeiten.

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Ideal geeignet war dafür die große Weiherlandschaft, in der Enten, Gänse, Kraniche und Hühnervögel - neben Exoten auch zahlreiche heimische - Vögel lebten", steht in der Jubiläumsbroschüre. Natur- und Artenschutz sowie der Vernetzung verschiedener zoologischer Gärten wurde in seiner Amtszeit auch immer wichtiger. Unter anderem wurde der Tiergarten 1986 mit der Koordination der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme für Schabrackentapire und Weißnackenkraniche betraut.


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1990 gab Kraus sein Amt altersbedingt ab. Aber auch im Ruhestand forschte er weiter, unter anderem zu Hautflüglern. Ihm folgte Verwaltungschef Peter Mühling als Direktor nach.

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