Reservekapazität für Erstaufnahme

Für mehr als 800 Geflüchtete: Nürnberg errichtet Zeltstadt hinterm Hauptbahnhof

Ressort: Lokales Online..Datum: 18.10.16..Foto: Edgar Pfrogner..Motiv: Kreatives Frühstück, Porträt Wolfgang Heilig-Achneck, Mitarbeiterportrait
Wolfgang Heilig-Achneck

Lokalredaktion

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20.3.2022, 19:30 Uhr
Feuerwehr-Leute am Nelson-Mandela-Platz vor den neu aufgebauten Großzelten.

© Wolfgang Heilig-Achneck Feuerwehr-Leute am Nelson-Mandela-Platz vor den neu aufgebauten Großzelten.

Ein größeres Aufgebot von Feuerwehr-Fahrzeugen ließ manchen Passanten zuerst vielleicht an einen größeren Unfall oder ein Unglück denken. Doch die Einsatzkräfte hatten eine ganz undramatische Aufgabe - zwei große und sechs kleinere Zelte aufzubauen und mit Biergarten-Tischen und -Bänken auszustatten.

Die kleineren Zelte im nun abgeriegelten Südstadtpark.

Die kleineren Zelte im nun abgeriegelten Südstadtpark. © Wolfgang Heilig-Achneck

Die beiden großen Zelte, die Platz für 600 Menschen bieten sollen, stehen nun auf dem Nelson-Mandela-Platz direkt gegenüber dem Südausgang des Nürnberger Hauptbahnhofs. Die kleineren Zelte sind für 240 Menschen gedacht und stehen etwas weiter westlich im Südstadt, der nun durch Zäune ebenso abgeriegelt wurde die das Areal vor dem Hotel Merkur.

Der Aufbautermin sei kurzfristig festgelegt worden, weil lange offen gewesen sei, wann genügend Helfer einsetzbar und wann vor allem das große Zelt tatsächlich verfügbar sein würde, teilte Stadtsprecher Andreas Franke auf Anfrage mitteilte.

Die Zelte wurden allerdings nicht sofort belegt. Sie sind zunächst als Reserve vorgesehen - vor allem für den Fall, dass ein kompletter Zug mit Flüchtlingen eintrifft und viele Menschen schnell zumindest vorübergehend untergebracht werden müssen. Von einem konkreten Ankunftstermin sei aber bisher nichts bekannt.

Die Großzelte am Nelson-Mandela-Platz mit Blick auf den Hauptbahnhof.

Die Großzelte am Nelson-Mandela-Platz mit Blick auf den Hauptbahnhof. © Wolfgang Heilig-Achneck

Die Zelte sind nur für Aufenthalt von ein paar Stunden ausgelegt und nicht als Übernachtungsquartiere. "Sie dienen sozusagen als Puffer zu Betreuung bis zur Weiterverteilung in der Region." Mit weiteren Räumen im Hauptbahnhof selbst stehen damit nun Erstaufnahmekapazitäten für rund 1000 Menschen zur Verfügung.

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