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Gorilla-Baby im Tiergarten: Kato hat ein Geschwisterchen

Wenige Tage altes Jungtier trinkt und wirkt kräftig - 15.10.2020 15:23 Uhr

Gorillaweibchen Louna mit ihrem am Dienstag, 13. Oktober 2020, im Tiergarten Nürnberg geborenen Nachwuchs.

15.10.2020 © Stadt Nürnberg/Ramona Such


Große Freude im Tiergarten: Die Gorillagruppe wächst. Am Dienstag hat Gorilla-Weibchen Louna ein Junges zur Welt gebracht. Die 14-Jährige kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs, der gut trinkt und kräftig wirkt. Und auch die Gorillagruppe nimmt ihren Neuzugang sehr gut auf.

Kato interessiert sich sehr Gorilla-Junges

Das gilt vor allem für Jungtier Kato. Der fast ein Jahr alte kleine Gorilla interessiert sich sehr für sein Halbgeschwisterchen. Neben Louna, ihrem Neugeborenen und Kato leben in der Gorillagruppe noch der Vater des Jungtiers und Haremschef Thomas sowie das Weibchen Habibu, Katos Mutter.

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Der Nachwuchs ist für die Menschenaffen auch ein Happy End: Bei dem Neugeborenen handelt es sich um Lounas zweites Jungtier. Ihr Erstgeborenes wurde im November vor einem Jahr geboren, war jedoch eine Frühgeburt und verstarb nach wenigen Stunden. Für die Verantwortlichen im Tiergarten eine traurige Nachricht, da sie gehofft hatten, dass die beiden Jungtiere zusammen aufwachsen.

Dennoch hat sich auch Louna im vergangenen Jahr viel um den jungen Kato gekümmert, der sich zum Star des Tiergartens entwickelt hat. Auch er wurde damals sehr gut von der Gruppe aufgenommen.

Gorilla-Mutter seit sieben Jahren in Nürnberg

Das ist nicht selbstverständlich: Die frischgebackene Mutter Louna kam vor sieben Jahren aus dem Leipziger Zoo nach Nürnberg, weil sie damals vom neuen Silberrücken nicht akzeptiert und aus der Gruppe gebissen wurde. Auf Empfehlung des Erhaltungszuchtprogramms der europäischen Zoos kam das junge Gorillaweibchen nach Nürnberg, wo die Gorillagruppe inzwischen auch eine neue Außenanlage hat.

Flachlandgorillas sind kritisch bedroht. Neben Wilderei und Lebensraumverlust sind Menschenaffen in der Wildbahn auch zunehmend von Epidemien bedroht, die auch den Menschen zusetzen. So hat Ebola ganze Gruppen von Menschenaffen ausgelöscht und Corona wird auch als reale Gefahr für Menschenaffen angesehen. Insofern werden die Zoopopulationen aufgrund der geschützten und kontrollierbaren Bedingungen in Zoos zu immer relevanteren Reservepopulationen für Flachlandgorillas.

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