Impf-Turbo: Nürnberg startet bayernweit erstes Modell-Projekt

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

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12.5.2021, 14:16 Uhr

Ab der kommenden Woche haben Nutzerinnen und Nutzer der Nürnberger Tafel sowie deren Familienangehörige ab 18 Jahren die Möglichkeit, sich an sechs verschiedenen Standorten im Stadtgebiet impfen zu lassen. Das gab die Stadt Nürnberg am Mittwochmittag in einer Pressemitteilung bekannt. Dabei soll es aber nicht bleiben: "Weitere Impfaktionen in verschiedenen Stadtteilen werden folgen. Im gleichen Zuge wird auch das dezentrale Testangebot im Stadtgebiet weiter ausgebaut", so die Erklärung weiter.

Dabei greift die Stadt auch auf die Unterstützung der mobilen Teams der IZ Bayern zurück. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen dann auch in den Tafel-Ausgabestellen zum Einsatz. Derzeit werde bereits in Zusammenarbeit mit dem BRK die Impfbereitschaft der Tafel-Kundinnen und Kunden abgeklärt.

Insgesamt sind in Nürnberg rund 220.000 Impfdosen bereits verabreicht worden. Als vollständig geimpft gelten - Stand jetzt - rund 48.400 Bürgerinnen und Bürger.

Ein guter Weg – Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat aber bereits weitere Pläne. So brauche Nürnberg zusätzliche Impfdosen über die bisherigen Lieferungen hinaus. Für König seien Landkreise oder Städte, in denen zuletzt eine sehr hohe Inzidenz mit Hilfe konzentrierter Impfkampagnen und Sonderkontingenten mit Impfstoff deutlich gesenkt werden konnte, mehr denn je nun das Vorbild.

Das derzeitige Impfangebot der Stadt - neben dem Impfzentrum in der Messe sowie den Impfstellen im City-Point, Pfannenschmiedsgasse 20, und der alten KfZ-Zulassungsstelle, Großreuther Straße 115b, solle so schnell wie möglich weiter ausgebaut werden. Auch im Knoblauchsland sind die mobilen Impfteams bereits vermehrt in Einsatz: Hier werden nach und nach die Erntehelfer gegen das Coronavirus geimpft.

Zudem soll eine weitere Kooperation dafür sorgen, den Impf-Turbo in Nürnberg zusätzlich anzuschieben: So gab die Stadt weiter bekannt, dass aktuell eine Zusammenarbeit mit der städtischen Noris Arbeit GmbH (NOA) ausgearbeitet werde. Durch diese sollen weitere Bürgerinnen und Bürger Impfangebote in dezentralen Einrichtungen erhalten. Auch für Obdachlose seien weitere Angebote vorgesehen.


Immer mehr Bürger versuchen, sich ihre Impfungen zu erschummeln


Auch Testzentren wolle man im Stadtgebiet weiter ausbauen – sämtliche Informationen zu den aktuellen Standorten finden Sie hier. Gesundheitsreferentin Britta Walthelm betont nochmal auch die Wichtigkeit des Verhaltens von bereits Geimpften: "Wichtig ist, dass weiterhin die Hygieneregeln – Abstand halten, Maske tragen sowie Hände waschen und desinfizieren – eingehalten werden. Auch wenn man bereits geimpft ist."