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Kommt die Pop-Up-Bike-Lane auch in der Bayreuther Straße?

Nürnberg will die Stadt für Radfahrer weiter ausbauen - 09.07.2020 11:43 Uhr

In der Bayreuther Straße wurde bei der Fahrraddemo des VCD eine Spur zwischen Rennweg und Rathenauplatz für eine Stunde in eine geschützte Pop-Up-Radspur verwandelt.

© Foto: Stefan Hippel


Rund 100 Teilnehmer waren dabei, als kürzlich für eine Stunde der VCD-Vorschlag Realität wurde: Zwischen Rennweg und Rathenauplatz war eine der zwei Spuren zu einem temporären Radweg umgewidmet worden. "Eine empfindliche Lücke im Nürnberger Radwegenetz" will der VCD hier gern auf Dauer schließen. Ende Mai hatten auch schon mal Aktivisten vom Radentscheid 2020 und ADFC in der Bayreuther Straße die Radweglücke entlang des Stadtparks bei einer Demo thematisiert und Abhilfe gefordert.

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"Man kann noch korrigieren"

"Pop-Up-Radspuren sind kein Selbstzweck und auch kein Instrument, um Autofahrer zu ärgern", betont der Nürnberger VCD-Vorsitzende Bernd Baudler und stellt klar: "Mit ihnen können wir kurzfristig das erreichen, was über Jahre und Jahrzehnte versäumt wurde." Für ihn liegt der Charme des Provisoriums darin, "dass man noch korrigieren kann, wenn etwas nicht wie erwartet läuft". Mit der Aktion in der Bayreuther Straße wollte der VCD zeigen, "was mit wenig Aufwand möglich ist". Viele zufällig vorbeikommende Radler hätten das Angebot begeistert genutzt. In der Zeit sei es nicht zu Stauungen gekommen, weshalb der Versuch als Erfolg gewertet wird.

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Im Baureferat steht die Radweglücke in der Bayreuther Straße schon auf der Agenda. Wie berichtet, sollen bis Ende 2020 Pläne vorgestellt werden. Wegen der Straßenbahnschienen kann die Kreuzung zur Pirckheimerstraße nicht in einen temporären Radweg verwandelt werden. Ob das anschließend stadteinwärts möglich wäre, soll nun geprüft werden.

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Klar ist im Übrigen: Die erste Nürnberger "Pop-Up-Bike-Lane", wie Insider sagen, ist nun über eine Länge von mehr als einem Kilometer in der Rothenburger Straße zwischen Wrede- und Bertha-von-Suttner-Straße angelegt worden. Mit Gelbmarkierungen entstand ein drei bis vier Meter breiter Radstreifen, der Autoverkehr wird daneben einspurig auf einer 3,50 Meter breiten Fahrspur geführt. Der temporäre Radweg ist als Versuch zunächst bis zum 31. Oktober 2020 angelegt. Anschließend wird bewertet, ob er sich bewährt hat.

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j.s.

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