Nürnberger "Bratwursthäusle" bekommt drei neue Wirte

11.3.2020, 05:57 Uhr
Die Kundschaft soll’s eigentlich gar nicht merken, dass ab April im „Bratwursthäusle“ drei Neue das Zepter schwingen. Auch das Stammpersonal bleibt im Lokal.

Die Kundschaft soll’s eigentlich gar nicht merken, dass ab April im „Bratwursthäusle“ drei Neue das Zepter schwingen. Auch das Stammpersonal bleibt im Lokal. © Foto: Michael Matejka

Für Wirt Gerhard Rippel liegen Freud und Leid zurzeit eng beieinander. Kurz nachdem sein erst 2017 wiedereröffnetes Wirtshaus "Augustiner Zur Schranke" am Tiergärtnertorplatz nach einem verheerenden Dachstuhlbrand bis auf weiteres geschlossen werden musste, tritt der 55-Jährige nun die Nachfolge im Traditionslokal "Bratwursthäusle" an.

"Alles bleibt natürlich so, wie es ist", betont der erfahrene Gastronom, der die Geschäfte im Häusle zusammen mit seinen beiden Kompagnons Axel Müller ("Haru" in Nürnberg) und Florian Dittmeyer ("Tio"/"Tio Rustica" in Erlangen) übernehmen wird.

Der Pachtvertrag mit dem Urgestein Werner Behringer und später mit seinem Sohn Kai war nach 55 Jahren Ende 2019 ausgelaufen. Stammkundschaft wie Touristen fürchteten das Aus der beliebten Bratwurstküche, in der die klassischen Nürnberger Fingerlinge über Buchenholzfeuer gegrillt wurden. Das Lokal blieb jedoch weiter geöffnet, Kai Behringer hängte drei Monate dran und ein fließender Übergang wurde angepeilt.

Personal wird übernommen

Im April wird das Trio antreten. Das Häusle werde allenfalls einen Tag lang geschlossen bleiben, erklärte Gerhard Rippel, der mit Müller und Dittmeyer unterhalb der Kaiserburg auch noch den "Burgwächter" und in Erlangen die "Bräuschänke" betreibt.

Es sind auch gute Nachrichten für die 42 Beschäftigten des Lokals im Schatten der Sebalduskirche. Sie waren massiv verunsichert gewesen und hatten um ihre Arbeitsplätze gefürchtet. Gerhard Rippel dazu: "Wir wollen und müssen das Personal weiterbeschäftigen. Das ist doch auch unser Kapital." Nur mit dem bewährten Team könne so erfolgreich weitergearbeitet werden wie bisher.

Zuvor war dem Vernehmen nach Volksfestwirt Fritz Stahlmann noch im Rennen ums Häusle gewesen. Doch in den Verhandlungen mit der Tucher-Bräu, die noch bis 2024 im Lokal als Pächterin auftritt, setzten sich die drei Bewerber um Gerhard Rippel durch.


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