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Mittwoch, 23.10.2019

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Nürnberger in Lebensgefahr: Zwei brutale Stich-Attacken in einer Nacht - Ein Täter flüchtig

Angriff vor einer Asylbewerberunterkunft - Ein Täter ist noch flüchtig - 11.05.2019 15:14 Uhr

Gleich mehrfach eskalierte in Nürnberg in der Nacht auf Samstag die Gewalt, in zwei Fällen wurden Männer durch Stiche lebensgefährlich verletzt. Die Taten, davon geht die Polizei derzeit aus, stehen nicht in Verbindung. 

Zunächst kam es gegen 1.15 Uhr zu einem Streit vor einer Asylbewerberunterkunft in der Südstadt. Ein 30-Jähriger stach in der Bogenstraße mehrfach auf einen drei Jahre älteren Mitbewohner ein. Er habe "Wunden am ganzen Körper gehabt", skizziert das Präsidium Mittelfranken die Verletzungen. Die Hintergründe des Streits seien noch nicht bekannt und sind deshalb Gegenstand der Ermittlungen. Der Täter, betont die Polizei, ist derzeit auf der Flucht. Nach ihm werde intensiv gefahndet. Welche Maßnahmen die Polizei dabei konkret ergreift, lassen die Ermittler zunächst offen. Ein Hubschrauber, der am Samstagnachmittag über der Nürnberger Altstadt stand, hat mit der Fahndung jedoch nichts zu tun. Auch zur Nationalität des Täters machte das Präsidium Mittelfranken auf nordbayern.de-Nachfrage keine Angaben.

Länder fordern Messer-Verbot an öffentlichen Orten

Nur Stunden später, gegen 4.30 Uhr, sorgte der nächste Vorfall für einen Großeinsatz. Am Fenitzerplatz in Rennweg fanden Passanten einen schwer verletzten Mann. Er habe eine "Vielzahl von Stichen am gesamten Körper" aufgewiesen, so das Präsidium Mittelfranken. Mit was auf den Nürnberger eingestochen werden, dazu hält sich die Polizei bislang bedeckt. Dass es sich dabei um ein Messer handelt, bestätigen die Ermittler zunächst nicht. Der 27-Jährige schwebt noch immer in Lebensgefahr und musste noch in der Nacht notoperiert werden.

Schaulustiger? Blutiger Mann geriet in den Fokus

Die Polizei ging aufgrund der "Spurenlage" von einem Streit mit einem zunächst unbekannten Täter aus. Man habe "umfangreiche Fahndungsmaßnahmen" rund um den Fenitzerplatzes eingeleitet. Dabei geriet ein 20-Jähriger in den Fokus der Streifen. Der scheinbar Schaulustige zeigte "reges Interesse", heißt es in einer Pressemitteilung. Bei einer Kontrolle bemerkten die Polizisten Verletzungen und Blutspuren am Körper des Mannes. 

"Die Gesamtumstände ergaben den Verdacht, dass er mit dem Ereignis in Verbindung steht", heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb nahm die Polizei ihn fest und übergab ihn der Mordkommission, die die Ermittlungen leitet. Nur kurze Zeit später gestand er die Tatwürfe und machte "umfangreiche Angaben zum Sachverhalt", so das Präsidium Mittelfranken. Gegen den 20-Jährigen wird jetzt wegen des Verdachts der versuchten Tötung ermittelt. 

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