10°

Donnerstag, 22.04.2021

|

zum Thema

"Nürnberger Wochen gegen Rassismus": Stadt ruft zu Aktionen auf

Vielfältiges Programm unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos." - 08.03.2021 17:41 Uhr

Im Vorjahr fielen die Aktionen aus, hier ein Foto von 2019: Eine Kundgebung vor der Lorenzkirche im Rahmen der "Nürnberger Wochen gegen Rassismus".

08.03.2021 © Michael Matejka


Unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos.“ hat das städtische Menschenrechtsbüro mit dem Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung wieder Schulen, Institutionen, Vereine und Einzelpersonen aufgerufen, ein Projekt oder eine Veranstaltung zu entwickeln.

Trotz der pandemiebedingten Beschränkungen konnte nun mit viel Kreativität ein Programm auf die Beine gestellt werden.

Mitmachen, informieren und vernetzen

Gerade nach dem rassistischen Attentat in Hanau und den weltweiten Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung 2020 soll deutlich werden, dass die Menschenwürde für alle Menschen bedingungslos und unantastbar gilt.

Bilderstrecke zum Thema

"Black Lives Matter": Stiller Protest auf der Wöhrder Wiese

Die Polizeigewalt in den USA und der Tod von George Floyd haben auch die Gemüter hierzulande erschüttert. Am Samstag demonstrierten deshalb zahlreiche Menschen auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg, um auf die Missstände in Nordamerika aufmerksam zu machen - mit einem "Silent Protest", Schutzmasken und Schildern.


Rund 30 Projekte bieten bei den „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ ein buntes Programm zum Mitmachen, sich Informieren und Vernetzen.

Von Aktionen rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2021 über Ausstellungen, Führungen, Workshops, (digitale) Theaterabende bis hin zu Podiumsdiskussionen ist einiges geboten. Auch die Nürnberger Nachrichten beteiligen sich mit einem NN-Talk. In ihm wird am 25. März um 19 Uhr via Livestream (https://www.nuernberg.de/internet/menschenrechte/) über Alltagsrassismus und die Erfahrungen von Betroffenen diskutiert.

Betroffene kommen zu Wort

Besonders viele Projekte wollen dabei Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung eine Stimme geben, ihnen Gehör verschaffen und gleichzeitig zeigen, dass die Stadtgesellschaft solidarisch zusammenhält.

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr kann nun wieder ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Rechtsextremismus und Islamfeindlichkeit gesetzt werden.

Bilderstrecke zum Thema

Demo gegen Rassismus in Nürnberg: Das sagen die Teilnehmer

Auf ihren Schildern stehen Sprüche, wie "White Silence is Violence", "I’m not black, but I will fight for you" und natürlich "Black Lives Matter". Es sind Menschen jeden Alters, Geschlechts und Hautfarbe, die am Samstagmittag auf der Wöhrder Wiese zusammengekommen sind, um gemeinsam gegen Rassismus zu protestieren. Uns haben sie von ihrer Motivation, zu protestieren und über ihre Hoffnung auf einen Wandel berichtet.


„Wir alle müssen ein Zeichen setzen für eine friedliche, vielfältige und demokratische Gesellschaft“, sagt Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, und bedankt sich bei denen, „die in diesen schwierigen Zeiten mit großer Kreativität spannende digitale und analoge Formate entwickelt haben“.

"Wochen mit Leben füllen"

Gleichzeitig ruft er die Nürnbergerinnen und Nürnberger dazu auf, sich aktiv an den Aktionen und Veranstaltungen zu beteiligen, „um die diesjährigen Wochen gegen Rassismus mit Leben zu erfüllen“.

Der Programmflyer ist ab sofort online.

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Nürnberg