RKI-Panne: Wieder keine Corona-Infektionszahlen für Nürnberg

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Nina Dworschak

Volontärin Online-Redaktion

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18.1.2021, 15:58 Uhr
Das RKI veröffentlicht täglich die aktuellen Corona-Zahlen.

Das RKI veröffentlicht täglich die aktuellen Corona-Zahlen. © Rüdiger Wölk via www.imago-images.de, imago images/Rüdiger Wölk

Wie viele Nürnberger und Nürnbergerinnen sind derzeit an Corona infiziert? Diese Frage ist auch am Montag schwer zu beantworten. Nachdem vergangene Woche ein ein Softwarefehler zur Verzerrung des Inzidenzwertes geführt hat, liegt das Problem am Montag offenbar beim Robert-Koch-Institut.

Das ist der Weg der Zahlen

Von ihrer Erfassung bis zur Veröffentlichung legen die Corona-Kennzahlen einen langen Weg zurück. Zunächst erfasst die Stadt Nürnberg alle relevanten Werte, wie die Zahl der Infizierten und Verstorbenen. Das passiert täglich, auch am Wochenende.

Diese Kennzahlen werden dann jeweils abends an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) übermittelt. Dort werden die Angaben geprüft und an das RKI weitergeleitet. Das wiederum veröffentlicht die Werte auf seiner Website, noch bevor es die Stadt oder das LGL tun.

Zahlen korrekt übermittelt

Wie Nürnbergs Referentin für Umwelt und Gesundheit, Britta Walthelm, am Morgen mitteilte, wurden die Zahlen am Sonntag regulär übermittelt. Nachdem die Prüfung beim LGL erfolgreich war, wurden die Werte laut Sprecher Aleksander Szumilas weiter an das RKI übermittelt. Hier lag offenbar das Problem.


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In Bayern "ruckelt" es

Wie die RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher sagt, komme es derzeit zu Problemen mit den Zahlen. Für Nürnberg wurde am Morgen zwar ein aktueller Inzidenzwert veröffentlicht, nicht aber die Zahl der Infizierten und Verstorbenen.

Laut Glasmacher gebe es immer wieder Tage, an denen es nicht Rund läuft. Aus Rheinland-Pfalz hätte das RKI am Montag beispielsweise überhaupt keine Zahlen bekommen, und auch für einige Orte Bayerns komme es derzeit zu Komplikationen. "Aber wir arbeiten an den Problemen", sagt Glasmacher. Der positive Ausblick: "Meistens sind die Probleme in ein bis zwei Tagen gelöst."

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