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Streik am Klinikum Nürnberg: OB König und Kämmerer kritisieren Verdi

Es gebe keinen Spielraum für Bezahlung nach TVöD - 08.05.2021 16:37 Uhr

Die KNSG-Beschäftigten fühlen sich als Arbeitnehmer zweiter Klasse, weil ihre Kollegen, die vor Gründung der Servicegesellschaft schon für das Klinikum gearbeitet haben, nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes und mithin besser bezahlt werden.  

07.05.2021 © Martin Schmalzbauer/ver.di


Ver.di und die KNSG-Betriebsräte streben seit langem an, die Servicekräfte in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) zurückzuholen. Das sei "aktuell nicht denkbar", halten König und Riedel dem entgegen. Dennoch zeige das Klinikum mit dem aktuellen Tarifangebot eine "entsprechende Anerkennung für die Leistung der Beschäftigten der KNSG", erklärte König. Daher appelliere er an ver.di, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Gewerkschaft hatte die über 800 KNSG-Kräfte, die etwa in der Küche des Klinikums arbeiten oder im Transportdienst tätig sind, am Donnerstag zum Streik aufgerufen.

Grenze des Machbaren

"Weder der Haushalt der Stadt Nürnberg noch die wirtschaftliche Lage des Klinikums Nürnberg verkraften zusätzliche Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe", sagte Finanzreferent Riedel. Die Krankenhausfinanzierung des Bundes würde diese zusätzlichen Ausgaben nicht decken.

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Das aktuelle Angebot gehe bereits "an die Grenze des aktuell finanziell Machbaren. Wer mehr fordert, muss sagen, woher das Geld kommt."

Stundenlohn von zwölf Euro

Das aktuelle Angebot sieht für die Beschäftigten der untersten Lohngruppe ab 2022 einen Stundenlohn von mindestens zwölf Euro vor, bisher bekommen sie 11,15 Euro. König und Riedel werfen ver.di wegen der TVöD-Forderung auch eine Argumentation vor, die "irreführend" sei.

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Das Finanzierungsmodell des Bundes für die Kliniken orientiere sich an den einzelnen Branchentarifverträgen – im Falle der KNSG sei dies zum Beispiel der Vertrag für die Gebäudereiniger und nicht der freilich besser dotierte TVöD.

Marco Puschner

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