Bundestagswahl 2021

Wahlergebnisse: Wie hat Nürnberg-Nord gewählt?

27.9.2021, 14:40 Uhr
Die Bundestagswahl 2021 fand am 26. September 2021 statt.

© Julian Stratenschulte, NN Die Bundestagswahl 2021 fand am 26. September 2021 statt.

Bis 18 Uhr hatten die Wahllokale am Sonntag geöffnet, vor Mitternacht lagen Ergebnisse aus allen Wahlbezirken vor. Sebastian Brehm erhält demnach das Direktmandat für Nürnberg-Nord. Über die Liste können auch Tessa Ganserer (Die Grünen), Gabriela Heinrich (SPD), Katja Hessel (FDP) und Martin Sichert (AfD) in den Bundestag einziehen.

Bei den Zweitstimmen konnten in Nürnberg-Nord vor allem die Grünen zulegen, aber auch die SPD. Die CSU, die Linke und die AfD verloren an Stimmen.

Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Nürnberg-Nord

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Zweitstimmen-Ergebnisse 2021 im Wahlkreis

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Die Ergebnisse im Diagramm zeigen die vorläufigen Zweitstimmen-Ergebnisse im Wahlkreis Nürnberg-Nord. 

CSU 23,8
-3,8
SPD 20,9
2,7
AfD 6,2
-3,8
FDP 10,2
-0,4
Die Grünen 23,6
8,5
Die Linke 6,0
-5,7
Sonstige 9,4
2,5

Nürnberg-Nord und Nürnberg-Süd bilden bei der Bundestagswahl 2021 die beiden Wahlkreise für die Stadt. Welche Teile der Stadt zum Wahlkreis Nürnberg-Nord gehören, lesen Sie hier. Die Wahlergebnisse für Nürnberg-Süd finden Sie hier.

Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Wer die meisten Stimmen erhält, zieht in den Bundestag ein. Die Erststimme wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Aus den Zweitstimmen ergibt sich, wie viele Sitze die Parteien im neuen Bundestag insgesamt bekommen. Stimmzettel mit handschriftlichen Zusätzen oder mehr als den besagten beiden Kreuzen sind ungültig. Im einen Fall ist das Wahlgeheimnis gefährdet, im anderen der Wählerwille nicht klar erkennbar.

Wie setzt sich der Bundestag nach der Wahl zusammen?

Maßgebend für die Sitze einer Partei ist die Anzahl der gültigen Zweitstimmen, die sie bundesweit erhalten hat. Berücksichtigt werden grundsätzlich alle Parteien, die im Bundesgebiet mindestens fünf Prozent aller gültigen Zweitstimmen erhalten oder mindestens drei Wahlkreise gewonnen haben. 598 Sitze sind im Bundestag zu vergeben. Durch Ausgleichs- und Überhangmandate hat sich die Zahl der Sitze im Bundestag, der 2017 gewählt wurde, jedoch auf 709 erhöht. Eine 2020 verabschiedete Reform soll sicherstellen, dass das Parlament 2021 nicht noch größer wird.

Was sind Überhangmandate?

Im Grundsatz gilt: Wenn Parteien bei der Bundestagswahl in einem Bundesland mehr Direktmandate durch Erststimmen erringen, als ihnen gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Bundesland zustehen würden, werden Überhangmandate vergeben. Dies passiert zum Beispiel dadurch, wenn viele Wähler einer Person der Partei A ihre Erststimme geben, jedoch der Partei B die Zweitstimme. Die erwähnte Reform des Wahlrechts sieht nun jedoch vor, dass Überhangmandate mit Listenplätzen der Partei in anderen Bundesländern teilweise verrechnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was sind Ausgleichsmandate?

Ausgleichsmandate dienen dazu, die zustandekommenden Überhangmandate so auszugleichen, dass andere Parteien, die keine Überhangmandate bekommen haben, nicht benachteiligt werden. Neu ist, dass bei der Wahl 2021 beim Überschreiten der Regelgröße des Bundestags von 598 Sitzen bis zu drei Überhangmandate nicht durch Ausgleichsmandate kompensiert werden.

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