Am 26. September wird gewählt

Bundestagswahl 2021: Das sind die Kandidaten im Wahlkreis Nürnberg-Nord

21.9.2021, 13:51 Uhr
Bei der Bundestagswahl 2021 sind wieder Erst- und Zweitstimme zu vergeben (Symbolbild).

Bei der Bundestagswahl 2021 sind wieder Erst- und Zweitstimme zu vergeben (Symbolbild). © Sebastian Gollnow, dpa

Welche Stadtteile gehören zum Wahlkreis Nürnberg-Nord?

Nürnberg-Nord ist einer von 46 Bundestags-Wahlkreisen in Bayern. Zu ihm gehören die folgenden Bezirke: Altstadt/St. Lorenz, Marienvorstadt, Tafelhof, Gostenhof, Himpfelshof, Altstadt/St. Sebald, St. Johannis, Pirckheimerstraße, Wöhrd, Ludwigsfeld, Glockenhof, Guntherstraße, Galgenhof, Bärenschanze, Sandberg, Bielingplatz, Uhlandstraße, Maxfeld, Veilhof, Tullnau, Gleißhammer, Dutzendteich, Eberhardshof, Muggenhof, Westfriedhof, Schniegling, Wetzendorf, Buch, Thon, Almoshof, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf, Großgründlach, Schleifweg, Schoppershof, Schafhof, Marienberg, Ziegelstein, Mooshof, Buchenbühl, Flughafen, St. Jobst, Erlenstegen, Mögeldorf, Schmausenbuckstraße, Laufamholz und Zerzabelshof.

Alle Infos zum Wahlkreis Nürnberg-Süd finden Sie hier. Wie sich die Erst- und Zweitstimmen verteilen, lesen Sie nach der Wahl hier.

Wer tritt zur Bundestagswahl 2021 an?

Die Kandidaten stehen seit über einem Monat fest fest: Am 30. Juli hat der Kreiswahlausschuss über die Zulassung der Wahlvorschläge entschieden.

Für die CSU will Sebastian Brehm sein Direktmandat verteidigen; für die SPD tritt Gabriela Heinrich, seit 2013 im Bundestag und seit 2019 stellvertretende Fraktionschefin, wieder an.

Für die Grünen kandidiert Tessa Ganserer, die aus dem Landtag in den Bundestag wechseln will. Die FDP hat ihre Kreisvorsitzende Katja Hessel, seit 2017 im Parlament, nominiert, für die Linke geht Kreischef und Stadtrat Titus Schüller ins Rennen. Für die AfD tritt wieder der Abgeordnete Martin Sichert an.

Für die Freien Wähler kandidiert Thomas Estrada. Der Direktkandidat der ÖDP ist der Kreisvorsitzende Christian Rechholz, für "dieBasis" geht Klaus Kinzel ins Rennen. Die Partei Volt setzt auf den Produktentwickler Christian Penninger.

Die Piraten haben Lukas Küffner nominiert: Der Student ist durch seine laufende Verfassungsklage gegen das Wahlalter bei der Europawahl bekannt geworden. Kandidat der Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) ist der Kaufmann Michel Barimis, außerdem tritt der Ingenieur Markus Peter Eppel an.

Wie wird gewählt?

Die Wähler haben zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Sie wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Die Anzahl der insgesamt auf die Landesliste entfallenden Stimmen gibt dann den Ausschlag dafür, wie viele Sitze die Liste enthält und welche Bewerber zusätzlich zu den Gewinnern der Direktwahlen in den Bundestag einziehen.

Wer im Wahllokal wählen will, sollte man daran denken, seine Wahlbenachrichtigungskarte mit zu nehmen. Diese zeigt man vor, um die Wahlunterlagen zu erhalten. Sollte man sie verlegt haben, kann man trotzdem wählen. Dann weist man mit dem Personalausweis nach, dass man im dortigen Wahllokal richtig ist. Wo man wählt, erfährt man vorab per Post. Möchte man am Wahltag nicht den Gang zur Urne antreten, kann man sich im Vorfeld alternativ für die Briefwahl entscheiden.

Das sind die Ergebnisse der letzten Wahlen

Die Wahlbeteiligung lag zur Bundestagswahl 2017 bei 76,1 Prozent, es gab 192.0000 Wahlberechtigte im Norden der Stadt. Die meisten Erststimmen (31,2 Prozent) und damit das Direktmandat holte CSU-Politiker Sebastian Brehm, der 2017 damit erstmalig in den Bundestag einzog. Zweitplatzierte war die SPD-Kandidatin Gabriela Heinrich mit 25,6 Prozent.

Zweistellige Anteile bei den Erststimmen holten auch die Grüne Britta Walthelm (12,7 Prozent) und Titus Schüller von der Linken (10,0 Prozent). Weitere Kandidaten waren Katja Hessel (FDP) mit 7,2 Prozent, Martin Sichert (AfD) mit 9,2 Prozent, Jürgen Horst Dörfler (Freie Wähler) mit 2,1 Prozent, Manuela Forster (ÖDP) mit 1,6 Prozent und Johannes Georg Maria Rupprecht (MLPD) mit 0,3 Prozent.

2013 gewann Dagmar Wöhrl (CSU) das Direktmandat für Nürnberg-Nord, ebenso bei den vorigen Wahlen ab 2002.

Dieser Artikel wurde am 21. September aktualisiert.

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