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LBV erklärt: So sollten Sie im Hochsommer mit Wespen umgehen

Keine Panik, dafür hilfreiche Tipps: Wassernebel hilft - 14.08.2020 05:53 Uhr

Eine Wespe sitzt friedlich auf dem Rand eines Marmeladenglas. Wenn sich Wespen jedoch durch Menschen bedroht fühlen, dann können sie stechen.

© Foto: Daniel Reinhardt/dpa


Der Genuss von süßen Speisen unter freiem Himmel kann deshalb schnell unangenehm werden. Aber: die Begegnung mit den ungebetenen Gästen ist kein Grund zur Panik.

Der LBV gibt hilfreiche Tipps, wie man sich bei Wespenbesuch richtig verhält und sich effektiv vor Stichen schützen kann. "Zum Beispiel hilft ein mit Leitungswasser gefüllter Zerstäuber, um die Insekten ganz einfach naturverträglich zu vertreiben", empfiehlt LBV-Pressereferentin Stefanie Bernhardt. "Die Wespe denkt, es finge an zu regnen und wird zurück in ihr Nest flüchten."

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Vor allem im Spätsommer, wenn die Brut selbstständig ist, genießen die Alttiere ihr restliches Leben bis zum Herbst. Nun suchen sie gezielt nach Nahrung für sich selbst und fliegen gerne Lebensmittel wie Limonade, Kuchen oder Fleisch an. "Tatsächlich sind nur zwei Arten der Wespen für den Menschen besonders hartnäckig, wenn sie ihre Leibspeise vor sich haben: die Gemeine und die Deutsche Wespe", erklärt Stefanie Bernhardt.

 

 

 

Gewitter und Parfüm als Faktoren 

"Besonders bei Gewitter oder zum Ende der Flugzeit steigt bei vielen Wespen die Aufdringlichkeit. Dann geht man ihnen am besten aus dem Weg." Klappt das nicht, ist es wichtig die Ruhe zu bewahren, wenn Wespen zu nahekommen. Hektische oder panische Bewegungen sollten vermieden werden. "Die Wespe auf keinen Fall wegpusten, denn das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung".

Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln lassen sich unliebsame Zwischenfälle oft vermeiden: Decken Sie Lebensmittel und Getränke im Freien ab und räumen Sie alle Reste nach der Grillparty sofort wieder weg.

"Wichtig ist es auch, Kinder mit Strohhalm trinken zu lassen und ihnen nach dem Essen das Gesicht und die Hände abzuwischen, um die Wespen nicht anzulocken", so Stefanie Bernhardt.Wespen können zudem von Gerüchen wie duftendem Parfüm, Cremes und Holzmöbelpolitur angezogen werden.

Aber auch bunt geblümte Kleidung hat für sie ihren Reiz. Weiterhin sollte man immer den Mülleimer und Kompost abgedeckt halten. Fliegengitter oder eine Raumschleuse, wie zum Beispiel ein Vorhang nach der Eingangstür, sind nützlich, um Wespen aus Wohnung und Haus fernzuhalten.

 

 

Im Sommer schwärmen Wespen in Gärten und Siedlungen herum und leisten wichtige Dienste für Landwirt*innen und Hobbygärtner*innen, indem sie unerwünschte Insekten wie Raupen und Fliegen fangen. Zudem spielen sie eine kleine Rolle als Bestäuber, da beim Besuch von Blüten Pollen an ihren Körpern hängen bleiben und weiter transportiert werden.

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Geschützte Nester

Die Nester der Wespen sind geschützt und dürfen ohne Genehmigung nicht entfernt werden. Der LBV rät: Bevor ein Wespennest umgesiedelt werden soll, sollte überlegt werden, ob nicht doch ein Miteinander von Mensch und Wespenstaat möglich ist.

Spätestens im Herbst ist die Wespenzeit vorbei. Dann sterben die Völker ab und nur die diesjährigen Königinnen überwintern, um im nächsten Jahr neue Völker zu gründen.

Mehr Infos und ein kostenloses Faltblatt unter www.lbv.de/wespen.

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