Schwabach: 39 Luftreiniger für 24 Klassenzimmer

21.12.2020, 12:00 Uhr
Nicht jedes Klassenzimmer kann ausreichend gelüftet werden. Die Stadt hat deshalb jetzt 39 Luftreiniger bestellt.

Nicht jedes Klassenzimmer kann ausreichend gelüftet werden. Die Stadt hat deshalb jetzt 39 Luftreiniger bestellt. © Foto: Thorsten Gutschalk/image

An Schwabacher Schulen kann in 24 Räumen nicht ausreichend gelüftet werden. Teils werden pro Raum zwei Luftreiniger benötigt. Deshalb wird die Stadt 39 mobile Luftreinigungsgeräte kaufen und installieren. Kosten: 151 000 Euro. Die maximale Förderung beträgt 84 000 Euro.

Drei Schulen werden bedacht

Notwendig sind sie für drei Schulen: am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium (zwei Klassenräume, ein Physikraum sowie 17 Musikübungsräume), an der Karl-Dehm-Mittelschule (drei Fachräume für Werken, Musik und Informatik) und Adam-Kraft-Gymnasium (Fachraum für Theater, das sogenannte Blaue Theater).

"Die aufgeführten Räume sind zum Teil nur über Oberlichter in Kippstellung beziehungsweise über eine sehr gering zu öffnende Fensterfläche zu lüften", so die Stadtverwaltung.

Pauschale Förderung

Das Amt für Gebäudemanagement hat die Klassenzimmer- und Fachräume aller Schulen untersucht und die Liste der genannten 24 Räume erarbeitet. Grundlage der Prüfung waren die Kriterien der Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt.

Die Kosten von 151 000 Euro sind allerdings im Haushalt nicht eingeplant. Es erfolgt nur eine pauschale Förderung von bis zu 3500 Euro je Raum. Diese Pauschale deckt jedoch die Kosten nicht ab in Fällen, in denen aufgrund der Größe des Raums mehr als ein Luftreinigungsgerät erforderlich ist.

Eigentlich sollte der Hauptausschuss am Dienstag vergangener Woche darüber entscheiden, ob das Geld überplanmäßig bereitgestellt wird. Allerdings wurde diese Sitzung wegen Corona abgesagt.

Dringliche Anordnung

Doch galt die Zustimmung als sicher. Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD) hat sich aber nochmals mit den Fraktionsvorsitzenden in Verbindung gesetzt und nach dieser Absprache eine "dringliche Anordnung" erlassen. Dies hat Pressesprecher Jürgen Ramspeck auf Tagblatt-Nachfrage erklärt.

Diese Anordung ist erforderlich, um noch bis Jahresende den Förderantrag stellen zu können. Bis dahin findet keine Sitzung mehr statt. Auch die für vergangenen Freitag angesetzte Stadtratssitzung konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

254 Kohlendioxid-Ampeln

Um ein rechtzeitiges und zielgerichtetes Stoßlüften im Winter zu fördern, wurden bereits 254 mobile Kohlendioxid–Ampeln für die Schulen bestellt, die vom Freistaat finanziert werden. Allerdings ist die Nachfrage höher als die Produktionskapazitäten. Die Auslieferung kann daher nur in Teilmengen erfolgen. 35 Geräte konnten bisher in Betrieb genommen werden konnten.

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