Verändertes Kundenverhalten

Sparmaßnahmen: Diese Standorte wird die Sparkasse Nürnberg schließen

Nicole Netter, Redakteurin Politik und Wirtschaft
Nicole Netter

Politik und Wirtschaft

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25.10.2021, 13:50 Uhr
Im Zuge von Sparmaßnahmen und verändertem Kundenverhalten wird die Sparkasse Nürnberg bis 2025 im Stadtgebiet und auf dem Land 14 Standorte schließen. 

Im Zuge von Sparmaßnahmen und verändertem Kundenverhalten wird die Sparkasse Nürnberg bis 2025 im Stadtgebiet und auf dem Land 14 Standorte schließen.  © Ralf Rödel, NNZ

Überweisungen per App am Smartphone, Kontostands-Prüfung am PC: Nicht erst seit der Corona-Pandemie nutzen immer mehr Kunden der Sparkasse Nürnberg deren digitale Angebote. Man passe sich nun diesen veränderten Rahmenbedingungen an, sagt Matthias Everding, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Nürnberg. Konkret heißt das unter anderem, das 14 Filialen und SB-Standorte bis 2025 geschlossen werden.

Betroffen sind in der Stadt Nürnberg die Filialen Birkenwald, Rathaus, Steinbühl, Johannis-West und Stadtpark. Hinzu kommen die SB-Standorte Altenfurt und Buchenbühl.

Im Landkreis Nürnberger Land werden Hersbruck-Ostbahn, Oberferrieden, Lauf-Rudolfshof und Röthenbach-Steinberg schließen. Bei den SB-Standorten fiel die Wahl auf Engelthal, Röthenbach-Seespitze und Weißenbrunn.

Im Gegenzug wird die Sparkasse Nürnberg laut Everding bis zum Jahr 2025 80 Millionen Euro investieren, um Geschäftsstellen zu erneuern oder umzubauen. Auf der anderen Seite steht eine Kostenersparnis durch die Schließungen in Höhe von acht Millionen Euro pro Jahr, also mindestens 32 Millionen bis 2025.

Die Sparkasse Nürnberg steht mit solch drastischen Einsparplänen nicht alleine da. Bundesweit greifen auch viele öffentlich-rechtliche Institute zum Rotstift, weil die andauernde Niedrigzinsphase ihnen die Ergebnisse verhagelt.

Gegen die Schließungen und die noch viel drastischere Reduzierung des Filialnetzes - künftig werden nur noch 44 von aktuell 71 Geschäftsstellen mit einem Mitarbeiter besetzt sein - regt sich bereits Widerstand. So hat die Stadtratsfraktion der Partei die Linke hat eine Online-Petition gestartet.