Mangels Perspektive

Club-Talent Latteier nimmt neuen Anlauf in Bayreuth

Uli Digmayer
Uli Digmayer

Sportredaktion

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17.6.2022, 14:40 Uhr
Tim Latteier (links) läuft künftig für die SpVgg Bayreuth auf.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Tim Latteier (links) läuft künftig für die SpVgg Bayreuth auf.

Mit einigem Stolz hatte der 1. FC Nürnberg Anfang Februar 2021 die Beförderung zweier weiterer Eigengewächse verkündet. "Mit den Vertragsverlängerungen wollen wir die jüngsten Leistungen der beiden honorieren", ließ Sportvorstand Dieter Hecking damals verlauten, "Tim und Linus haben es sich verdient, in unserer zukünftigen Kaderstruktur als junge Spieler Platz zu finden. Sie sollen die Chance ergreifen, sich noch mehr im Profikader zu etablieren und gleichzeitig ein Zeichen an unseren Nachwuchs senden, dass Leistung hier auch belohnt wird."

Wiedersehen in der 3.Liga

Allzu lange sollte das Vertrauen in Tim und Linus, mit Nachnamen Latteier und Rosenlöcher, aber nicht währen: Schon zu Beginn der kommenden Saison schienen die Talente keine große Rolle mehr in den Planungen von Trainer Robert Klauß zu spielen. Nun werden sich beide in der 3. Liga wiedersehen. Während sich Rosenlöcher nach einer halbjährigen Ausleihe zum dänischen Zweitligisten Esbjerg fB dem Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue anschloss, wechselt Latteier zum Aufsteiger SpVgg Bayreuth. Bei den Oberfranken hat nach dem Abschied von Erfolgscoach Timo Rost in Richtung Aue der langjährige Fürther Profi Thomas Kleine das Traineramt übernommen.

Latteier, dessen Vater Thomas einst beim TSV Vestenbergsgreuth mit dem DFB-Pokalsieg gegen den FC Bayern Geschichte geschrieben hat, war 2011 vom TSV 1860 Scheinfeld an den Valznerweiher gewechselt, wo er sich über die Jugendmannschaften bis zur U21 hocharbeitete und im Januar 2021 beim 2:5 gegen Hannover 96 sogar sein Debüt bei den Profis geben durfte.

Mehr als neun Kurzeinsätze sollten es in der Zweiten Liga aber nicht werden. In der vergangenen Saison war der 22-jährige Allrounder ausschließlich in der Regionalliga zum Einsatz gekommen. "Ich werde immer ein Teil der Club-Familie bleiben und den Verein weiter im Herzen tragen", ließ Latteier zum Abschied via Club-Homepage ausrichten.

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