Vor dem Spiel in Düsseldorf

Club: Weinzierl will mit Intensität den Druck vertreiben

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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13.10.2022, 12:31 Uhr
Denken von Spiel zu Spiel: Markus Weinzierl und sein neuer, alter Assistent Tobias Zellner.

© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, Sportfoto Zink / Wolfgang Zink Denken von Spiel zu Spiel: Markus Weinzierl und sein neuer, alter Assistent Tobias Zellner.

Zumindest in personeller Hinsicht werden die Sorgen beim 1. FC Nürnberg auch unter der Anleitung des Trainers Markus Weinzierl erst einmal nicht kleiner. Für das Spiel bei Fortuna Düsseldorf am Samstag (13 Uhr) ist die Mitwirkung zumindest von Taylan Duman und Enrico Valentini fraglich. Duman hatte bei seinem Comeback gegen Holstein Kiel einen Schlag auf das Sprunggelenk bekommen und wird noch näher untersucht. Valentini musste sich gegen die KSV Holstein mit Wadenproblemen auswechseln lassen und kann nur dosiert trainieren derzeit.

Das macht die zweite Aufgabe für Weinzierl beim Club nicht einfacher - zumal die Fortuna in dieser Saison vor eigenem Publikum enorm formstark daher kommt. Vier Siege und ein Remis hat die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune im eigenen Stadion bislang in der Bilanz stehen - und der Club ist in dieser Saison in der Fremde noch nicht als besonders gefährlich aufgefallen. Weinzierl hat natürlich trotzdem die Hoffnung, dass sich das am Samstag ändert.

Er glaubt, dass seine neue Mannschaft schon gegen Kiel einen Schritt nach vorne gemacht hat - "nur hat das keiner gesehen". Er meint die ersten 60 Minuten, in denen der Club ja tatsächlich spielbestimmend war, aber eben nur den einen Treffer durch Lino Tempelmann zustande gebracht hatte. Danach ging ihnen dann in Weinzierls Augen die Kraft aus - ein Umstand, der sich in Düsseldorf nicht wiederholen soll. "Es muss möglich sein, diese Intensität über 90 Minuten durchzuhalten", sagt Weinzierl.

Genauso soll es möglich sein, die eigenen Fehler zu minimieren. Die drei Gegentreffer im Kiel-Spiel ärgern Weinzierl noch immer, weil sie alle "aus eigenem Ballbesitz" entstanden sind.Kann mal passieren, sollte es in dieser Häufigkeit aber nicht. "Rückschläge gehören dazu", sagt Weinzierl, der von seinem Team erwartet, dass es damit umzugehen lernt. Eine Übung, die allerdings schon sein Vorgänger Robert Klauß ohne Erfolg angemahnt hatte. Am liebsten wäre es Weinzierl, seine Mannschaft würde all die Widrigkeiten ausblenden und sich auch von pfeifenden Fans nicht aus dem Konzept bringen lassen. Allerdings ahnt er auch, dass das kompliziert ist für eine "sehr, sehr junge Mannschaft", die Schwierigkeiten hat, "mit so einem Druck in einem Traditionsverein umzugehen." Deshalb seine Anweisung: "Von Spiel zu Spiel denken."

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