Schlechtgelaunt in die Sommerpause?

Immer das Gleiche mit dem FCN

Fadi Keblawi
Fadi Keblawi

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10.5.2022, 09:58 Uhr
Ein Jahr nach einem enttäuschenden Saisonende: Der Club und Michael Köllner steigen 2018 auf.

© Sportfoto Zink / DaMa, Sportfoto Zink / DaMa Ein Jahr nach einem enttäuschenden Saisonende: Der Club und Michael Köllner steigen 2018 auf.

Der Versuch, die Saison mit einem guten Gefühl zu beenden ging gleich doppelt und somit gründlich schief. Im angehenden Sommer 2017 hatte der 1. FC Nürnberg eine komplizierte Saison in der zweiten Liga zu einem noch erträglichen Ende gebracht. Unter dem eingesprungenen Trainer Michael Köllner sicherte sich eine Mannschaft, die zuvor lange gegen den Abstieg hatte kämpfen müssen am drittletzten Spieltag den Klassenverbleib in Sandhausen (was dem aktuellen Jahrgang gegen den gleichen Gegner diesmal am viertletzten Spieltag ja auch irgendwie gelungen ist).

Der Rest damals sollte ein Fest werden und Mut machen für die kommende Spielzeit. Also haben sie damals vor dem letzten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf schnell den Vertrag des Trainers verlängert. Sie hatten die Pokalsieger von 2007 zum Zehnjährigen eingeladen, Freibier gab es und Raphael Schäfer sollte mit einer Ehrenrunde seine Karriere beenden.

Enttäuschung am Betzenberg

Dann regnete es tatsächlich an diesem Tag, Köllner versäumte es beinahe, Schäfer rechtzeitig auszuwechseln - und die Fortuna gewann 3:2. Eine Woche später zum Saisonfinale in Kaiserslautern wurde es nicht viel besser. Der Club verlor 0:1 und der immer gut gelaunte Köllner stellte fest: „Wir fahren enttäuscht nach Hause, so stellt man sich ein Saisonfinale nicht vor.“ Zumal sie es mit den beiden Niederlagen verpasst hatten, sich in der sogenannten TV-Tabelle zu verbessern - knapp eine Million Euro an Zahlungen ging ihnen deshalb verloren.

Jetzt jährt sich der Pokalsieg bald zum 15. Mal, beendet der Club wieder einmal eine Saison als Zweitligist und hat der Trainer gerade seinen Vertrag verlängert. Die Stimmung rund um den Club ist trotzdem einigermaßen überschaubar. Weil sie wieder das vorletzte Spiel des Fußballjahres verloren haben, weil sie dadurch wieder einmal höhere TV-Einnahmen verpasst haben - und weil sie doch die gute Saison mit einem guten Eindruck enden lassen wollten, um dann die nächste zu einer sehr guten werden lassen.

Hans Meyer hat recht

"In schöner Regelmäßigkeit ist Fußball doch immer das gleiche", hat der Trainer der Pokalsieger einst gesagt. Der 1. FC Nürnberg zeigt am eigenen Beispiel, dass Hans Meyer zumindest nicht besonders falsch gelegen hat mit seiner Erkenntnis. Was der 1. FC Nürnberg aber ebenfalls beweist: Vielleicht ist es auch sehr egal, wie eine Spielzeit zu Ende geht.

Im Sommer 2017 hatten sie beim Club ja erstmals die sehr gute Idee, das Trainingslager in der Vorbereitung nach Südtirol zu verlegen. In Natz wurde die Stimmung immer nur besser, niemand dachte noch an TV-Tabellen, Kaiserslautern oder Fortuna Düsseldorf. Es war der Beginn einer schönen Reise, anderen Ende der Aufstieg stand (und dem trotz guter Saisonendphase ein krachender Abstieg folgte). Am 26. Juni startet die Mannschaft von Robert Klauß übrigens nach Natz.

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