Der FCN freut sich über den Erfolg

Zufriedener Heimsieg-Club! Ein Ärgernis als gutes Zeichen

Foto: Eduard Weigert Datum: 27.3.19..Wolfgang Laass....Mitarbeiterportrait
Wolfgang Laaß

NN-Sportredaktion

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4.12.2021, 17:52 Uhr
Unermüdlich: Lino Tempelmann überzeugte gegen Kiel, auch wenn ihm ein Treffer versagt blieb. 

© Sportfoto Zink / Daniel Marr, Sportfoto Zink / Daniel Marr Unermüdlich: Lino Tempelmann überzeugte gegen Kiel, auch wenn ihm ein Treffer versagt blieb. 

Die Frust-Blaupause hatte der 1. FC Nürnberg vor knapp zwei Jahren selbst geliefert gegen Holstein Kiel. In der dritten Minute der Nachspielzeit waren ihnen da noch zwei Punkte abhanden gekommen, nach 2:0-Führung. Knapp zwei Jahre später durfte der Club nach 2:0-Führung alle drei behalten; der 2:1-Erfolg geriet sogar einigermaßen souverän.

Auch deswegen sagte Manuel Schäffler, der bereits in der sechsten Minute die Führung erzielt hatte: "Wir haben uns in diesem Bereich entwickelt." Der kräftige Stürmer meinte damit, wie mit einem Vorsprung umzugehen ist, wie ein Vorsprung verteidigt werden muss. Wenn vorn mehrfach versäumt worden ist, für klare Verhältnisse zu sorgen.

Tatsächlich waren die Gäste nach gut einer Stunde mit dem 0:2 noch gut bedient. Wie schon gegen den FC St. Pauli sechs Tage zuvor wäre etwas mehr Effizienz durchaus hilfreich gewesen beim Versuch, im eigenen Stadion mal wieder ein Spiel zu gewinnen.

Konsequentes Pressing

Trotzdem überwogen am Samstag gegen 17.25 Uhr eindeutig die positiven Erkenntnisse. Da sah auch der Trainer so, der vor allem mit der Umsetzung seiner taktischen Vorgaben sehr zufrieden sein konnte. Das Pressing erfüllte besonders vor der Pause in den meisten Szenen seinen Zweck, auch das Umschalten nach Ballgewinnen gelang ihnen mehrfach sehenswert.

Ausgesprochen konzentriert und mit großer Lust verrichten alle Nürnberger ihren Dienst, wobei sich die linke Seite mit Tim Handwerker und Lino Tempelmann (der nach seiner fünften Gelben Karte am Freitag auf Schalke fehlen wird) sowie Abwehrchef Christopher Schindler Bestnoten verdienten; auch der früh für Asger Sörensen (Magenbeschwerden) eingewechselte Mario Suver passte sich dem Niveau an. "Eine starke Leistung" bescheinigte Klauß dem jungen Mann mit kroatischen Wurzeln.

Einzig die Chancenverwertung gab mal wieder Anlass zu leiser Kritik. Weil es zu Beginn der Spielzeit genau andersherum gewesen sei, weil damals aus weniger Möglichkeiten mehr Tore resultiert hätten, bleibt der Trainer auch jetzt gelassen. Entscheidend sei nur, "dass man stabil punktet, auch wenn es mal gegen einen läuft".

"Wir trainieren das jeden Tag"

27 Zähler nach 16 Partien zeugen tatsächlich von einem bislang mehr als soliden Rundenverlauf ohne längere Durchhänger, so dass sich der 1. FC Nürnberg weiter zur erweiterten Spitzengruppe zählen darf. Fast alles kann, wenig muss. Wenn jetzt auch noch das mit dem Toreschießen wieder besser klappt, könnte der Club noch für einige Überraschungen sorgen.

"Natürlich würden wir uns freuen, wenn wir mehr Tore schießen würden", versicherte hinterher Erik Shuranov, der in der 63. Minute nicht lange gefackelt hatte und die Kugel mit Gewalt hoch ins Netz jagte, "wir trainieren das jeden Tag". Und versuchen es, beim nächsten Mal besser zu machen.

Nach einem Sieg lässt sich auch relativ entspannt darüber reden. Wäre es noch schiefgegangen, hätten sich die Nürnberger maßlos ärgern müssen, wie vor knapp zwei Jahren. Aber wie sagte es Robert Klauß in der Pressekonferenz doch so passend: "Wenn die Chancenverwertung das größte Ärgernis ist, ist das ein gutes Zeichen, wir haben ja gewonnen."


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